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Mediale Ambivalenzen / Ambivalente Medien

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Edited By Dagmar von Hoff

Die in diesem Band präsentierten Beiträge analysieren die Ambivalenz von Medien im Fokus medialer Transparenz, dem Mythos der Medien und den Digital Humanities. Die Eigenschaft der Medien, gleichzeitig Speicher, Mittler und Inhalt zu sein, zeigt ihre ambivalente Struktur. Medien lassen etwas erscheinen und bleiben dabei selbst unsichtbar. Diese Durchsichtigkeit und mediale Transparenz bestimmen die gegenwärtige Diskussion um eine medialisierte Welt. Den Medien wird entweder eine überwältigende Macht zugeschrieben oder aber es wird eine souveräne Herrschaft der Benutzer proklamiert. Auch im Bereich der neuen Informationstechnologien sind die Medien nicht mehr nur Hilfsmittel, um Wissen zu erzeugen, sondern ihre Nutzung verändert die Wissensgewinnung selbst.
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Google auf dem Weg von der Such- zur Antwortmaschine – ein Blick in die Zukunft

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1.  Google als Global Player

Die Welt hat sich aufgrund digitaler Technologien in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich wie auch politisch fundamental verändert. Es sind nicht nur neue und scheinbar unverzichtbare Global Player wie Apple, Facebook oder Google entstanden, sondern es existieren heute zudem technische Möglichkeiten, welche die Staatsgewalt in ein völlig neues Licht rücken können. Die öffentliche Empörung über das illegale NSA-Überwachungsprogramm, in dem missbräuchlich Milliarden privater Daten gesammelt wurden, ist groß. Hingegen ist das allgemeine Bewusstsein dafür, dass Firmen wie Google ihren Fokus ebenso auf das Sammeln, Verarbeiten und Verbreiten privater Daten legen, eher gering. Täglich werden die scheinbar kostenlosen Dienste von Google millionenfach genutzt, aber faktisch zahlt der Nutzer dafür mit seinen Daten. Nur äußerst selten, wenn Bürger die Auswirkungen dieser intransparenten Datenerfassung am eigenen Leib erfahren müssen, wird der Ruf nach dem Schutz ihrer persönlichen Daten laut. Dies zeigt der Fall eines Spaniers, der sich durch die Suchmaschine Google in seiner Privatsphäre verletzt sah und vor Gericht klagte. Das EuGH-Urteil im Mai letzten Jahres, demzufolge ein Recht auf Vergessen besteht, stärkt seither die Datenschutzrechte der EU-Bürger. Mit diesem Präzedenzfall ist ein erster entscheidender Schritt in Richtung der „Bändigung des Datenkapitalismus“1 getan.

Obwohl Google einen so zentralen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt, ist vielen Nutzern nicht bewusst, dass die Aktivitäten des Konzerns weit über die einer reinen Suchmaschine hinausgehen. Google...

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