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Benjamin Brittens Liederzyklen

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Antje Reineke

Das vorliegende Buch bietet die erste umfassende Studie zu Benjamin Brittens 15 Liederzyklen. Entstanden zwischen 1936 und 1975, nehmen sie neben den Opern eine wichtige Stellung in seinem Schaffen ein und haben sich heutzutage fest im Repertoire etabliert. Das Hauptinteresse der Autorin gilt der Analyse der musikalischen Strukturen und Textfolgen, der Darstellung der vielfältigen formalen Konzeptionen und der Vielschichtigkeit der behandelten Themen. Im Vordergrund steht die Frage übergreifender, zyklischer Zusammenhänge. Das Buch beleuchtet damit auch die grundsätzliche Problematik von Wesen und Charakter eines Liederzyklus. Dazu widmet sich die Autorin den Entstehungsgeschichten, von der Auswahl der Texte bis zum fertigen Werk, und der Rolle nicht in die Zyklen aufgenommener Lieder.
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7. Serenade Op. 31

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7.  Serenade Op. 31

Brittens dritter Zyklus mit Orchesterbegleitung, die Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester, entstand im März und April 1943 und wurde am 15. Oktober 1943 in der Londoner Wigmore Hall durch Peter Pears, Dennis Brain661 und den Dirigenten Walter Goehr uraufgeführt. Das Projekt ist erstmals in einem Brief Brittens an Erwin Stein662 mit Poststempel vom 8. März 1943 erwähnt. Dort heißt es knapp: “I am intrigued by the Nocturne idea for Voice & Horn.”663 Die Formulierung legt die Vermutung nahe, daß die Konzeption nicht allein von Britten stammt, sondern in einem Gespräch mit Stein geboren wurde, wie Donald Mitchell vermutet.664 Denkbar wäre auch der Einfluß einer dritten, nicht genannten Person.

Britten lag zu dieser Zeit mit Masern im Krankenhaus. Nach seiner Entlassung fuhr er zur Rekonvaleszenz nach Snape. Die nächste Erwähnung finden die Lieder in Briefen an Pears, 21. März 1943,665 und Ralph Hawkes, 22. März 1943.666 Spricht Britten Pears gegenüber nur unbestimmt von „things“, die er für ihn komponiert habe, so berichtet er Hawkes, er habe seit seiner Ankunft fast drei Hornlieder beendet.667 In der Kompositionsskizze sind nur drei Lieder datiert: ← 203 | 204 →

„Sonnet“: 21. März 1943 „Now sleeps the crimson petal“: 22. März 1943 (verworfen) „Hymn“: 2. April 1943

Am 6. April schreibt Britten an Elizabeth Mayer:

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