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Das Kunsthochschullehrernebentätigkeitsrecht

Der Hochschullehrer im Spannungsverhältnis zwischen Dienstrecht und grundrechtlicher Freiheit

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Heidrun M.-L. Meier

Das Buch widmet sich den spezifischen Gegebenheiten an den Kunsthochschulen und hier insbesondere dem Nebentätigkeitsrecht der Kunsthochschullehrer. Dessen Sonderstellung als aktiver Künstler und die rechtlich schwer fassbare Eigengesetzlichkeit künstlerischer Handlungsabläufe erschweren die wissenschaftliche Aufarbeitung. Die Autorin arbeitet die Besonderheiten der Kunsthochschulen heraus und vergleicht sie mit denen der wissenschaftlichen Hochschulen. Darüber hinaus befasst sie sich mit dem Begriff der künstlerischen Tätigkeit als zentrales Abgrenzungsmerkmal und überprüft das kodifizierte Nebentätigkeitsrecht auf seine Praxistauglichkeit hin.
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4. Kapitel – Das Nebentätigkeitsrecht der Hochschullehrer

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4.  Kapitel – Das Nebentätigkeitsrecht der Hochschullehrer

Den Hauptgegenstand dieser Untersuchung bildet das Nebentätigkeitsrecht der Hochschullehrer183 an Kunsthochschulen. Dieses ist als ein Teilaspekt des primär auf die Bedürfnisse von wissenschaftlich tätig werdenden Hochschullehrern zugeschnittenen Hochschullehrernebentätigkeitsrechts anzusehen.

Allein das Recht über die Nebentätigkeiten von Hochschullehrern, nicht aber das des übrigen wissenschaftlichen oder künstlerischen Personals, wird im weiteren Verlauf dieser Untersuchung Berücksichtigung finden.184 Der Begriff des „Hochschullehrers“ entspricht dem des sog. „materiellen Hochschullehrerbegriffs“.185 Den Beruf kennzeichnet dabei traditionell die Eigenverantwortlichkeit der Aufgabenwahrnehmung bei der Ausübung von Kunst, Forschung und Lehre.

Weber konstatierte bereits 1965, dass es sich bei dem Hochschullehrernebentätigkeitsrecht um eine unüberschaubare Gemengelage verschiedener, ineinandergreifender Rechtsmaterien handelt.186 Trotz verschiedener Novellierungen der Beamten- und Hochschulgesetze,187 in deren Zuge das Nebentätigkeitsrecht der Hochschullehrer hätte übersichtlicher gestaltet werden können, kam es zu keiner einheitlichen Regelung dieser Rechtsmaterie. Die Vorschriften der Landesbeamtengesetze bilden weiterhin den Kernbestandteil des Hochschullehrernebentätigkeitsrechts. Diese beamtenrechtlichen Regelungen werden durch die Hochschulgesetze, durch die Hochschullehrernebentätigkeitsverordnungen und die dazugehörigen Verwaltungsvorschriften modifiziert oder ergänzt. ← 51 | 52 →

I. Die grundrechtlich bedingte Sonderstellung des Hochschullehrers

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