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Skandinavische bildende Kunst von 1950 bis zur Gegenwart

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Edited By Brigitte Hartel and Bernfried Lichtnau

In diesem Buch präsentieren elf Autoren die Geschehnisse auf dem Gebiet der bildenden Kunst in den letzten siebzig Jahren in den skandinavischen Ländern Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island mittels Überblicksdarstellungen und unter verschiedenen Aspekten. Dabei zeigen sich viele Gemeinsamkeiten, aber auch immer wieder Abweichungen der Länder untereinander. Ebenso werden die unumstrittene Verbundenheit und der Austausch mit der Kunst einiger Länder Kontinentaleuropas und den USA erläutert.
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Kunst als Erzählung. Gespräch Hanna Sjöberg und Brigitte Hartel

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Brigitte Hartel: Sie haben an verschiedenen, recht unterschiedlichen künstlerischen Einrichtungen längere oder kürzere Zeit in Schweden und Deutschland studiert oder Weiterbildungskurse besucht. Wie würden Sie Ihre berufliche Qualifikation bezeichnen?

Hanna Sjöberg: Eigentlich finde ich nicht, dass es so unterschiedlich ist. Ich habe zuerst Textilkunst studiert, die Ausbildung damals war völlig frei. In großen Ateliers konnten wir großflächig arbeiten, öfter ohne Dozenten. Die Werkstätten waren gut ausgestattet, vor allem die Textildruckwerkstatt. Die polnische Textilkünstlerin Magdalena Abakanowicz hatte eine große Ausstellung in Stockholm, die war wichtig. Das ist alles lange her, und ich arbeite nicht mehr so, aber ich bin davon geprägt. Nach diesem Studium habe ich mit Bühnenbild gearbeitet, Bühnenfonds, große Textilarbeiten hergestellt, für kleine freie Theatergruppen. Dass sich alle Mitarbeiter der verschiedenen Theatersparten (Regisseur, Kostüm, Licht, Schauspieler usw.) um einen Text sammelten, war für mich eine wichtige Erfahrung. Zum Beton bin ich vom Textil her gekommen. Ich wollte die Härte, aber ich wollte auch die Spuren von textilen Strukturen. Meine Betonobjekte habe ich außerdem mit Kunstfasern armiert, die liegen wie Filz im Beton eingebettet. Dass ich Anfang der 90er Jahre einen Beton-Weiterbildungskurs belegen konnte, war sehr nützlich. Auch habe ich später, als ich an der Hochschule der Künste war, im Atelier von Professor Biederbick einige Monate arbeiten können. In der Weiterbildung an der HdK war mein Schwerpunkt Ausstellungsdidaktik. Hier konnte ich anknüpfen...

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