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Genderkompetenzen

Ausgewählte interdisziplinäre Beiträge aus Forschung und Lehre an der Universität Leipzig

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Edited By Ilse Nagelschmidt and Britta Borrego

Der Sammelband bietet Studierenden und Absolvent_innen aller Fachrichtungen, aber auch Leser_innen außerakademischer Einrichtungen ein geeignetes Lehrmaterial sowie einen Einblick in die interdisziplinären Forschungsperspektiven der Geschlechterstudien. Er gründet sich dabei auf ausgewählte Lehr- und Forschungsbeiträge des an der Universität Leipzig veranstalteten Schlüsselqualifikationsmoduls 23 «Genderkompetenzen» des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung aus den Jahren 2011–2014. Die Aufsätze veranschaulichen dabei den breiten Anwendungsbereich der Geschlechterforschung über die folgenden Schwerpunkte: Geistes- und Sozialwissenschaften, Psychologie, Sport- und Wirtschaftswissenschaften sowie Psychologie und Medizin.
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Vorwort der Herausgeberinnen

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„Ich finde die Gender Studies sehr interessant, jedoch hatte ich es nie in all diesen Bereichen betrachtet.“

(Student_in des Schlüsselqualifikationsmoduls „Genderkompetenzen“ im Zuge der Modulevaluierung 2014/15)

Im Zuge der Modularisierung des Lehrangebots an der Universität Leipzig in den 2000er Jahren wurden genderrelevante Aspekte in der Lehre erstmalig in institutionalisierter Form sichtbar gemacht. Angehörige und Mitarbeiter_innen verschiedener disziplinärer Provenienz initiierten gemeinsam mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig (FraGes) ein Modul, welches genderbezogene Inhalte als integrativen Bestandteil des Curriculums fachübergreifend bündelt und vermittelt. Im Bereich der Schlüsselqualifikationsmodule (SQM) angesiedelt, bietet es seit seiner erstmaligen Durchführung im Jahre 2006 konstant ein an der Universität Leipzig einmaliges Lehrangebot, das dem Anspruch einer originär ideologiekritischen Sichtweise auf die wechselseitigen Beeinflussungen von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen, Kultur, Gesellschaft, der Wissenschaft und seinen Disziplinen gerecht wird. Diese Forschungsperspektiven sind oftmals unbequem, da sie blinde Flecken und Leerstellen im Geschlechter-Wissen aufdecken und bloßlegen. Ob dieses spezifischen Charakters gilt es sie jedoch zu stärken – sehen sich feministische oder genderbezogene Fragestellungen doch diversen de-legitimierenden Stimmen und Positionen ausgesetzt, wie es unlängst in polemisch geführten (Medien)Debatten und Kampagnen zu verfolgen ist. Wichtiger denn je ist zudem eine kritische Perspektive auf Gender in der Hochschule und Wissensproduktion im Zuge aktueller hochschulpolitischer Entwicklungen und Maßnahmen, seien es die Bologna-Reform oder der Hochschulpakt 2020.

Das SQM 23 „Genderkompetenzen“ vermittelt Studierenden der Bachelorstudieng...

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