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Rechtliche Grenzen der Spielervermittlung im Lizenzfußball

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Louisa Leonhardt

Die Autorin befasst sich mit dem Berufsbild des Spielervermittlers im deutschen Profifußball, welcher Lizenzfußballspieler gegen Vergütung an Vereine vermittelt. Nach einer vertragstypologischen Einordnung und einer Ausarbeitung der Konsequenzen für die Vertragsgestaltung prüft sie das Lizenzerfordernis der FIFA auf seine Vereinbarkeit mit europäischem und deutschem Recht. Schwerpunkt des Buches ist die Vereinbarkeit der Spielervermittlertätigkeit mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz sowie die Frage, ob der Rechtsanwalt als Vermittler agieren darf. Die Autorin macht deutlich, dass sowohl der von der FIFA lizenzierte Vermittler als auch der vermittelnde Rechtsanwalt gegen geltendes deutsches Recht verstoßen. Abschließend präsentiert sie daher einen Gestaltungsvorschlag für eine zulässige Ausübung des Spielervermittlerberufes.
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B. Untersuchung

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1. Teil: Spielervermittler und Spielerberater-Voraussetzungen zur Ausübung dieser Berufsbilder

Durch die ständig wachsende ökonomische Bedeutung des Fußballs und den steigenden sportlichen und finanziellen Wert (vgl. Einleitung) des Spielers haben sich die Berufe des Spielervermittlers und des Spielerberaters herausgebildet. Diese sollen dem Sportler alle außersportlichen Aufgaben abnehmen, um zu gewährleisten, dass er sich auf den sportlichen Erfolg konzentrieren kann. Weiterhin wird der Fußballer selbst heutzutage zu einer eigenen Marke, die insbesondere in der Werbung gewinnbringend eingesetzt werden kann. Diese Marke zu prägen und zu etablieren, wird dabei oft nicht vom Spieler selbst, sondern von Dritten übernommen.

Begründet wird diese Professionalisierung des Sport-Marketings seit den 1980er Jahren von Nasse6, der hierfür die Liberalisierung der Amateurregel 26 des Internationalen Olympischen Committees im Jahre 1981 anführt. Danach wurden ab den Jahren 1984/1985 deutsche Sportagenturen gegründet. Im Wesentlichen ist es Aufgabe einer solchen Agentur oder Einzelperson, den Sportler für Werbung oder Sponsoring zu vermarkten.

Neben dem Spieler und dem Verein treten als handelnde Personen der Spielervermittler, der Spielerberater und der Rechtsanwalt auf. Daher gilt es, den Aufgabenbereich der einzelnen Berufsgruppen zu definieren.

Zunächst geht es um den Spielervermittler und den Spielerberater. Der beratende und vermittelnde Rechtsanwalt wird gesondert behandelt, da sich aus seiner Stellung als Rechtsanwalt besondere Probleme ergeben können.

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