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Rechtliche Grenzen der Spielervermittlung im Lizenzfußball

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Louisa Leonhardt

Die Autorin befasst sich mit dem Berufsbild des Spielervermittlers im deutschen Profifußball, welcher Lizenzfußballspieler gegen Vergütung an Vereine vermittelt. Nach einer vertragstypologischen Einordnung und einer Ausarbeitung der Konsequenzen für die Vertragsgestaltung prüft sie das Lizenzerfordernis der FIFA auf seine Vereinbarkeit mit europäischem und deutschem Recht. Schwerpunkt des Buches ist die Vereinbarkeit der Spielervermittlertätigkeit mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz sowie die Frage, ob der Rechtsanwalt als Vermittler agieren darf. Die Autorin macht deutlich, dass sowohl der von der FIFA lizenzierte Vermittler als auch der vermittelnde Rechtsanwalt gegen geltendes deutsches Recht verstoßen. Abschließend präsentiert sie daher einen Gestaltungsvorschlag für eine zulässige Ausübung des Spielervermittlerberufes.
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cc) Interessenvertretung des Vereins

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cc) Interessenvertretung des Vereins

Ein Interessenkonflikt kann nur dann entstehen, wenn der Rechtsanwalt auch die Interessen der gegnerischen Partei, hier also die des Vereins, vertritt.

Der Anschein der Interessenkollision wird durch den Beratungsvertrag mit dem Verein und die Vergütung durch ebendiesen erweckt. Eine solche Beauftragung und Vergütung könnte den Rechtsanwalt zum Interessenvertreter des Vereins machen.

Dagegen spräche zunächst die enge Bindung zwischen Spieler und Berater. Spieler und Verein werden den Spielervermittler als Interessenvertreter des Spielers wahrnehmen. Auch wird der Spielervermittler in der Praxis in Gehaltsverhandlungen immer auf der Seite des Spielers zu finden sein und versuchen, die für ihn günstigsten wirtschaftlichen Konditionen zu verhandeln.

← 107 | 108 → Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Berater in der Regel eine prozentuale Vergütung erhält, die sich nach dem Gehalt des Spielers bemisst. Je höher damit das Gehalt des Spielers verhandelt wird, desto höher fällt auch die Provision des Spielervermittlers aus. Damit wäre sein wirtschaftliches Interesse mit dem des Spielers identisch und er würde rein ökonomisch betrachtet weiterhin die Interessen seines ursprünglichen Mandanten vertreten.

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