Show Less
Restricted access

Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
Show Summary Details
Restricted access

Gedenken zum 90. Geburtstag von Maria Jeritza

Extract



Um bei der Kunst zu bleiben, sei an Mitzi Jedlička, später Maria Jeritza, erinnert.

Der Weg der am 6. Oktober 1887 in Brünn als 5. Kind geboren, führte steil und ganz hoch nach oben. Von früher Jugend an wurde sie mit der Theaterwelt bekannt, da im selben Haus einen Stock tiefer der junge Kapellmeister Robert Stolz wohnte, der sich seine ersten Sporen an der Brünner Bühne verdiente, an der auch Mitzi als Chormädel sang. Beim Kantor Auspitzer legte Stolz sogar ein gutes Wort ein für die junge Sängerin, so dass sich dieser ihrer vielversprechenden Stimme annahm. Mit welchem Erfolg, das zeigte ein Zwischenfall, den sie 1904 provozierte:

Am Brünner Theater gastierte der Star Elsa Bland als Aida. Der 2. Akt dieser Verdioper endet mit einem Ensemblechor, der in das berühmte, langanhaltende Hohe C der Sopranistin mündet. Die Bland holt Luft, um dazu anzusetzen, da erklingt dieser Ton wunderbar klar und rein aus der Mitte des Chores heraus. Das Haus applaudiert spontan. Mitzi Jedlička lacht spitzbübisch – die Bland erstarrt und in ihr Schweigen fällt der Vorhang.

Mit 14 Jahren nahm sie Gesangsunterrricht, besuchte das Konservatorium in Brünn und war gleichzeitig Chorsängerin am dortigen Deutschen Stadttheater. Dann studierte sie am Konservatorium in Prag und bekam darauf eine Anstellung als Opperettensängerin am Künstlertheater in München (1908-1910). Dort entdeckte sie der Direktor der Wiener Volksoper,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.