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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Brünn und seine Geschichte

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Die älteste geschichtlich bezeugte Siedlung des Raumes um Brünn ist das heutige Altbrünn, das an einer Furt über die Schwarza entstanden war, über der sich ein weitverzweigter prähistorischer Handelsverkehr abwickelte.

Der Name Brno (Brünn) geht auf eine keltische Gründung zurück, die den Namen Eburodonum trug. Andere Auslegung sagt, dem Namen Brno liegt die altslawische Form „brn“ zugrunde, was soviel wie Morast, Schlamm bedeutet. Tatsächlich lag jenes Dorf, die Vorgängerin der Stadt, in den Auen des Zusammenströmens der beiden Flüsse Svitava und Svratka (Zwittawa und Schwarza). Eine weitere Version der Namensgebung besagt, die Stadt solle ihren Namen von dem mährischen Herzog Bryno haben Die Stadt steht an jener Stelle, wo das böhmisch-mährische Hügelland mit seinen bewaldeten Anhöhen aus dem fruchtbaren Tal ansteigt und wo Schwarza und Zwitta sich vereinigen.

1061 erhält der Przemyslide Konrad I., jüngerer Sohn von Břetislav I. (1035-1055),Brünn und Znaim, nachdem sein Großvater Udalrich (1012-1034) die polnische Besetzung Mährens beendet hatte und Mähren an Böhmen angeschlossen wurde. Die Stadt trat im 11. Jahrhundert in die Geschichte ein. Auf dem Petrov, dem Petersberg, entstand eine Burg mit Vorburg, die ein reges Zentrum des Handels und Handwerks war. In ihrer Umgebung hinter Wehrmauern entwickelte sich eine mittelalterliche Stadt. Auf dem Petrov steht heute der Dom.

Der deutsche Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, erhebt Mähren auf dem Reichstag...

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