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Bundesdeutsches Wortgut in der österreichischen Pressesprache

Von «Abitur» bis «Zicken-Zoff»

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Inés Pichler

Die Autorin untersucht die Einflüsse der bundesdeutschen Sprache auf die österreichische (Presse-)Sprache. Sie zeigt, welche Funktionen bundesdeutsches Wortgut im österreichischen Deutsch erfüllt und wie aus der produktiven Verwendung bundesdeutscher Elemente neue Ausdrucksmöglichkeiten entstehen. Das Buch stützt sich auf die erste groß angelegte korpuslinguistische Untersuchung zu diesem Thema und ergänzt die Forschung zum Verhältnis österreichisches/bundesdeutsches Deutsch um eine weitere Facette. Damit dient es auch als Grundlage für weitere Studien.
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1 Einleitung

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Diese Arbeit beschreibt das österreichische Deutsch hinsichtlich seiner Übernahmen aus dem Bundesdeutschen und zeigt neue Tendenzen im Wortschatz auf. Damit positioniert sich dieses Projekt in einem Themenfeld, welches zwar wenig empirisch erforscht, jedoch von großem öffentlichen Interesse ist und immer wieder in Presse und Rundfunk thematisiert wird und für Diskussionen sorgt.

Lange wurde das bundesdeutsche Deutsch in der Forschung als das Deutsch schlechthin gewertet, das österreichische und das schweizerische als Abarten. In der Soziolinguistik ist man sich seit rund 20 Jahren über das plurizentrische Konzept der deutschen Sprache einig: Die Standardvarietäten aller drei Vollzentren Deutschland, Österreich und der Schweiz sind gleichwertig. In der Realität aber sieht die Situation anders aus. Gerne wird die von österreichischen Sprechern bzw. Sprecherinnen als dialektal empfundene österreichische Variante zugunsten der vermeintlich „schöneren“, „standardnäheren“ bundesdeutschen aufgegeben. In dieser Arbeit werden folgende Fragen beantwortet: Wie wirkt sich diese sprachliche Dominanz des bundesdeutschen Deutsch nun auf den österreichischen Sprachgebrauch in der Pressesprache aus? Welche Wörter und Wendungen werden übernommen und wie werden Teutonismen eingesetzt? Welche Veränderung und welche Funktionalisierung erfahren bundesdeutsche Wörter in der österreichischen Pressesprache?

KÄRNTNER TAGESZEITUNG, 27.05.2011, S. 63 Kommentar von Michael Kohlweis

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