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Interkulturelle Motivation im Fremdsprachenunterricht

Eine komparative Studie zu Deutsch als Fremdsprache in Polen und den USA

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Maciej Mackiewicz

Das Buch setzt sich mit der Problematik der interkulturellen Motivation unter den polnischen und US-amerikanischen DaF-Lernenden auseinander. Die interkulturelle Motivation ist ein potentieller Teil des Motivationskomplexes, wobei das Wechselspiel zwischen der Eigenkultur und der Kultur des Zielsprachenlandes grundlegend für diese Motivationsart ist. Der Autor geht der Frage nach, inwieweit kulturspezifische Faktoren und unterschiedliche Bezüge zu der Zielsprachenkultur die Motive zum Erlernen von Deutsch als Fremdsprache beeinflussen und wie sie sich auf die interkulturelle Motivation der Deutschlernenden in unterschiedlichen Ausgangskulturen auswirken. Erkenntnisse der Studie können für die Weiterentwicklung von Lehrprogrammen, Lehrwerken und Lehrmethoden nützlich sein und zur Förderung des interkulturellen Ansatzes in der DaF-Didaktik beitragen.
«Diese Untersuchung besticht sowohl vom theoretischen Ansatz als auch von der empirischen Durchführung her. Sie ist so gediegen wie überzeugend und eröffnet eine Vielzahl weiterführender Forschungsperspektiven. Darüber hinaus lassen sich aus ihren Befunden wichtige Anleitungen zur künftigen Verbesserung des DaF-Unterrichts ableiten.»
Prof. Dr. Ulrich Ammon
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11. Zusammenfassung und Implikationen für den DaF-Unterricht

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11.  Zusammenfassung und Implikationen für den DaF-Unterricht

11.1  Motive, Motivation, Fremdbilder – eine kulturvergleichende Betrachtung: polnische vs. amerikanische DaF-Lernende

Der polnischen und der US-amerikanischen Probandengruppe ist gemeinsam, dass jeweils ca. die Hälfte der quantitativ Untersuchten das extrinsische Motiv der im Kurs zu erbringenden Leistung nennt. Auch pragmatische Motive bezogen auf die Berufskarriere und den Gebrauch der deutschen Sprache am Arbeitsplatz erscheinen in der quantitativen Untersuchung in beiden Ländern als ziemlich wichtig. Dennoch sind die Unterschiede in der Motivation der amerikanischen und der polnischen DaF-Lernenden eher groß, wobei in Polen vor allem instrumentelle Motive und in den USA neben den instrumentellen auch interkulturelle Motive ziemlich stark präsent sind. Generell spielen auch extrinsische Motive eine größere Rolle als in den USA.

Dem Kommunikationsmotiv wird in den USA eine größere Bedeutung als in Polen beigemessen, was angesichts der direkten Nachbarschaft und reger Kontakte zwischen Polen und Deutschland überraschen mag. Andererseits wird das vom Pragmatismus des Kommunikationsmotivs eher entfernte Spaßmotiv auch von amerikanischen Studierenden öfter erwähnt. Die starke Position dieses Motivs in den USA hängt vermutlich mit der größeren Freiheit in der Wahl dieser Sprache zusammen. Auch wenn das Language requirement bei mehreren amerikanischen Studierenden als ein gewisser Zwang empfunden werden kann, so ist der durch polnische Bildungsstandards ausgeübte Druck, eher die erste, seit mehreren Jahren gelernte Fremdsprache auch im Rahmen des Hochschulstudiums zu wählen, beachtlich größer (vgl. Kap. 4.8). Wurde bereits im Gymnasium z.B. Deutsch...

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