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Interkulturelle Motivation im Fremdsprachenunterricht

Eine komparative Studie zu Deutsch als Fremdsprache in Polen und den USA

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Maciej Mackiewicz

Das Buch setzt sich mit der Problematik der interkulturellen Motivation unter den polnischen und US-amerikanischen DaF-Lernenden auseinander. Die interkulturelle Motivation ist ein potentieller Teil des Motivationskomplexes, wobei das Wechselspiel zwischen der Eigenkultur und der Kultur des Zielsprachenlandes grundlegend für diese Motivationsart ist. Der Autor geht der Frage nach, inwieweit kulturspezifische Faktoren und unterschiedliche Bezüge zu der Zielsprachenkultur die Motive zum Erlernen von Deutsch als Fremdsprache beeinflussen und wie sie sich auf die interkulturelle Motivation der Deutschlernenden in unterschiedlichen Ausgangskulturen auswirken. Erkenntnisse der Studie können für die Weiterentwicklung von Lehrprogrammen, Lehrwerken und Lehrmethoden nützlich sein und zur Förderung des interkulturellen Ansatzes in der DaF-Didaktik beitragen.
«Diese Untersuchung besticht sowohl vom theoretischen Ansatz als auch von der empirischen Durchführung her. Sie ist so gediegen wie überzeugend und eröffnet eine Vielzahl weiterführender Forschungsperspektiven. Darüber hinaus lassen sich aus ihren Befunden wichtige Anleitungen zur künftigen Verbesserung des DaF-Unterrichts ableiten.»
Prof. Dr. Ulrich Ammon
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2. Motivation und Einstellungen beim Fremdsprachenlernen

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2.  Motivation und Einstellungen beim Fremdsprachenlernen

2.1  Vorbemerkungen

Die Motivation ist ein facettenreicher Begriff, der vor allem in der Psychologie, aber auch in der Pädagogik oder in der Fremdsprachenerwerbsforschung verschiedenartig definiert wurde. Bereits vor über drei Jahrzehnten haben Kleinginna und Kleinginna (1981) 102 Definitionen der Motivation aus dem Bereich der Psychologie zusammengefasst und kategorisiert und der Ausgangspunkt für dieses akribische Unterfangen war der mangelnde Konsens in der Definition des Begriffs (ebd.: 263). Unberücksichtigt blieben in diesem Beitrag Definitionen und Motivationskonstrukte aus anderen Disziplinen, wobei seit den späten 1950er Jahren auch die Fremdsprachenerwerbsforschung, mit dem zuerst vorherrschenden sozialpsychologischen Ansatz, ihre eigenen Motivationsauffassungen etablierte. Reflexionen über Motive und Motivation der Fremdsprachenlerner sind neben strategischen Aspekten für den Fremdsprachenunterricht grundlegend. Gegenüber Lehrmethoden und Lernstrategien sind Motive primär, da die Antwort auf die Frage „Warum?“ weiteres Handeln, d.h. den eigentlichen Lernprozess determiniert. Motive sind hierbei konstituierender Bestandteil des Phänomens „Motivation“. Dem Grundmodell der „klassischen“ Motivationspsychologie zufolge, resultiert Motivation „aus der Wechselbeziehung zwischen jeweiliger Situation und Motiv“ (Rheinberg 2008: 70; vgl. Graphik 1).

Graphik 1: Das Grundmodell der „klassischen“ Motivationspsychologie (Rheinberg 2008: 70).



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