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Interkulturelle Motivation im Fremdsprachenunterricht

Eine komparative Studie zu Deutsch als Fremdsprache in Polen und den USA

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Maciej Mackiewicz

Das Buch setzt sich mit der Problematik der interkulturellen Motivation unter den polnischen und US-amerikanischen DaF-Lernenden auseinander. Die interkulturelle Motivation ist ein potentieller Teil des Motivationskomplexes, wobei das Wechselspiel zwischen der Eigenkultur und der Kultur des Zielsprachenlandes grundlegend für diese Motivationsart ist. Der Autor geht der Frage nach, inwieweit kulturspezifische Faktoren und unterschiedliche Bezüge zu der Zielsprachenkultur die Motive zum Erlernen von Deutsch als Fremdsprache beeinflussen und wie sie sich auf die interkulturelle Motivation der Deutschlernenden in unterschiedlichen Ausgangskulturen auswirken. Erkenntnisse der Studie können für die Weiterentwicklung von Lehrprogrammen, Lehrwerken und Lehrmethoden nützlich sein und zur Förderung des interkulturellen Ansatzes in der DaF-Didaktik beitragen.
«Diese Untersuchung besticht sowohl vom theoretischen Ansatz als auch von der empirischen Durchführung her. Sie ist so gediegen wie überzeugend und eröffnet eine Vielzahl weiterführender Forschungsperspektiven. Darüber hinaus lassen sich aus ihren Befunden wichtige Anleitungen zur künftigen Verbesserung des DaF-Unterrichts ableiten.»
Prof. Dr. Ulrich Ammon
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3. Interkulturelle Motivation und Einstellungen beim Fremdsprachenlernen

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3.  Interkulturelle Motivation und Einstellungen beim Fremdsprachenlernen

3.1  Vorbemerkungen

Die Vielzahl an Theorien der Motivation und das spürbare Bedürfnis nach ihrer ständigen Verifizierung und kontinuierlichen Verfeinerung resultiert nicht nur aus dem Bewusstsein, dass die Motivation zum Fremdsprachenlernen ein äußerst komplexes Konstrukt ist, das kaum ausschöpfend und nie endgültig definiert werden kann, sondern auch aus der sich wandelnden Wirklichkeit. Dabei ist sowohl die Wandlung der Fremdsprachenmethodik gemeint wie auch (und möglicherweise vor allem) die gesellschaftspolitischen Umwälzungen und die fortschreitende Globalisierung. Auch die Kritik am Gardnerschen Ansatz, dass das Konzept der „Integrativität“ und der integrativen Orientierung, auf kanadische Erfahrungen zurückgreifend, nicht zwangsläufig auf europäische Verhältnisse zu übertragen sei12, kann im Zuge der europäischen Integration und der damit zusammenhängenden steigenden Mobilität zum Teil an Gültigkeit verlieren. Düwell (2001: 38) sieht etwa, trotz aller Kritik, die Möglichkeit, dass das Modell der integrativen Motivation als ein Aspekt von Motivation im europäischen Lehr- und Lernkontext fremder Sprachen angesehen werden könnte, „wenn z.B. in Grenzbereichen oder durch zunehmende Mobilität Lernende längere Zeit mit Angehörigen der Sprachgemeinschaft ihrer Zielsprache in Kontakt treten können“. Diese vorsichtigen Spekulationen sollten schon bald durch Fakten ersetzt werden, da das erste Jahrzehnt des neuen Millenniums neue Migrationswellen mit sich brachte. Nicht zuletzt ist hier der 2004 erfolgte Beitritt Polens zur Europäischen Union zu nennen. Die Öffnung der europäischen Arbeitsmärkte hatte zur...

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