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Autodidaktisches Lernen in informationstechnischen Berufen mit Elementen der Abstraktionsfähigkeit und Komplexitätsreduktion

Isa-Dorothe Gardiewski

Die Autorin verortet ihr Buch im Praxisfeld der Berufsbildungsforschung, wobei sie schwerpunktmäßig das bisher unbekannte und geheime Arbeitsprozesswissen von Fachkräften in ausgewählten Bereichen des IT-Sektors untersucht. Um die Anforderungen von gleichzeitig stattfindendem Lernen und Arbeiten in der IT-Branche in der Form eines neuen Lernprozesses umzusetzen, liegt ein zweiter Schwerpunkt des Buches auf der Ebene der Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie. Diese entwickelte Lernstrategie nimmt im Berufsalltag mit einer steten Innovationsangleichung ein sinnhaftes Prioritätensetting vor und entspricht damit einer autodidaktischen Fortbildung des Lernenden, um stets auf dem Wissensstand des informationstechnologischen Fortschritts zu bleiben.
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9 Die Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie nach dem Prinzip der eigenbenannten „Kreativitätsschiene“

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9 Die Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie nach dem Prinzip der „Kreativitätsschiene“

Wie die vorangegangene Untersuchung zeigt, ist selbstständiges Lernen und Handeln während des Arbeitsprozesses selbstverständlich, aber noch nicht nachhaltig gestützt und effektiv gestaltet. Vor dem Hintergrund arbeitsmethodischer Techniken wie Problemlösefähigkeit mit kognitiven Trainingsverfahren und Kreativitätstechniken wird eine Neuorientierung im Bereich systematischer Lernstrategien angestrebt und mit der Entwicklung der Handlungsstrategie für die Aus- und Weiterbildung nach dem Prinzip einer „Kreativitätsschiene“ umgesetzt.

Mit dem didaktisch-methodischen Konzept der Komplexitätsreduktion, der Bewahrung der Ganzheitlichkeit, der Überleitung von Sach- in Handlungslogik und der Entwicklung einer Lernstrategie wird der Vermittlung komplexer Lerngegenstände ohne Überforderung und Motivationsverlust Rechnung getragen.

Die bei der Entwicklung der eigenbenannten „Kreativitätsschiene“ eingesetzten Elemente der Abstraktionsfähigkeit und der Komplexitätsreduktion basieren auf methodischen Grundlagen der Didaktischen Reduktion. Der von Hering und Lichtenecker eingeführte (vgl. Hering/Lichtenecker 1966) und von Grüner genutzte Begriff der Didaktischen Reduktion bezeichnet die Reduzierung und Vereinfachung komplexer Themen, um sie für Lernende aufzubereiten, indem komplexe Sachverhalte auf ihren Kern zurückgeführt werden und nach und nach wieder aufgebaut werden. Somit sind diese Themenkomplexe für Lernende überschaubar und begreifbar. „Die Diskussion über den Umgang mit Stofffülle und die entsprechende Umsetzung von Aussagen und Inhalten wurde durch Dietrich Hering grundlegend angestoßen. In seiner Schrift über die didaktische Vereinfachung ging er das Problem der Fasslichkeit wissenschaftlicher Aussagen an. Hering tat dies vor dem...

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