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Grenzüberschreitende Kindesentführung

Zum Zusammenspiel des Haager Kindesentführungsübereinkommens mit der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 und dem Haager Kinderschutzübereinkommen

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Julia Eppler

Grenzüberschreitende Kindesentführung wirft komplexe Rechtsfragen auf, in denen sowohl Regelungen der Europäischen Union als auch völkerrechtliche Verträge eine Rolle spielen. Die Autorin geht diesen Fragen nach und bietet Lösungsvorschläge an. Dabei untersucht sie das Zusammenspiel der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 (Brüssel IIa) und des Haager Kinderschutzübereinkommens (KSÜ) mit dem Haager Kindesentführungsübereinkommen (HKÜ) mit Fokus auf dem Kindeswohl. Besondere Aktualität erhält das Buch durch bevorstehende Pläne der EU zur Reform der Brüssel-IIa-Verordnung.
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2. Teil. Anwendungsprobleme des grenzüberschreitenden Kindesentführungsrechts

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A. Sachliche Anwendungsfragen

I. Sachlicher Anwendungsbereich im weiteren Sinn

Sowohl das KSÜ als auch die EuEheVO enthalten einen spezifischen Regelungsbereich über das Kindesentführungsrecht, der gegenüber den allgemeinen Regelungen zur elterlichen Sorge einer besonderen Betrachtung bedarf. Vorliegend wird daher zwischen der sachlichen Anwendbarkeit der zu untersuchenden Regelungswerke im weiteren Sinn hinsichtlich ihrer allgemeinen Geltung im kindschaftsrechtlichen grenzüberschreitenden Verfahren und der sachlichen Anwendung der enthaltenen spezifischen Vorschriften zum Kindesentführungsrecht im engeren Sinn unterschieden. Zur Herausarbeitung der Spezifität des Entführungsrechts wird an dieser Stelle zunächst der allgemeine sachliche Anwendungsbereich der Regelungswerke im weiteren Sinn beleuchtet:

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