Show Less
Restricted access

Quo vadis, DaF? II

Betrachtungen zu Deutsch als Fremdsprache in den Ländern der Visegrád-Gruppe <br> Mit Beiträgen von Magdalena Białek, Silke Gester, Julia Haußmann, Erika Kegyes und Iveta Kontríková

Series:

Edited By Silke Gester and Erika Kegyes

Dieses Buch ist eine aktuelle Studie zu Deutsch als Fremdsprache in den Ländern der Visegrád-Gruppe. Es behandelt die Stellung von DaF in den einzelnen Bildungsstufen von der Vorschule bis hin zur Universität und widmet sich zudem der Thematik des lebenslangen Lernens. Aufgrund von starken ökonomischen Verflechtungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Polen, Tschechien, Ungarn sowie der Slowakei befasst sich ein Kapitel speziell mit Fremdsprachen in der Wirtschaft. Für die Arbeit wurden zahlreiche europäische sowie nationale Dokumente und Studien ausgewertet, darüber hinaus sind die eigenen Forschungsergebnisse der Autorinnen in die Betrachtungen eingeflossen.
Show Summary Details
Restricted access

2 Deutsch in der Lernbiografie

Extract

Bereits die einleitenden Abhandlungen haben deutlich gemacht, dass es in Bezug auf die Situation der Fremdsprachen in den Ländern der Visegrád-Gruppe unverkennbare Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise den Trend hin zu Englisch und den Rückgang der Deutschlernerzahlen, gibt. Die Situation ist jedoch nicht überall und vollumfänglich identisch, so etwa bei der Beurteilung der Frage nach der Effizienz des frühkindlichen Zweitsprachenerwerbs oder der Mobilität der Arbeitskräfte in den V4-Ländern. Um Antworten zu finden, werden wir – wie eingangs erwähnt – in der vorliegenden Arbeit der natürlichen Bildungsbiografie eines jeden Menschen folgen und zunächst auf die Vorschulbildung sowie den Grund- und Mittelschulunterricht eingehen, die entsprechenden bildungspolitischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern vorstellen und die Akteure zu Wort kommen lassen. Im Anschluss daran widmen wir uns dem Stellenwert der Fremdsprachen in der beruflichen Bildung und im tertiären Bildungssektor und werfen abschließend einen Blick auf den Fremdsprachenbedarf in der Wirtschaft, denn subjektive Präferenzen müssen nicht zwangsläufig mit der realen Nachfrage korrespondieren.

Aus der Bildungsforschung weiß man, dass die frühen Jahre in jeder Hinsicht für die Bildungsbiografie eines Kindes entscheidend sind. Die Kinder lernen aus eigenem Antrieb, mit allen Sinnen, mit viel Neugier und großer Energie. Der Zweitsprachenerwerb erfolgt spielerisch, in Interaktion mit der Umgebung, ohne Anstrengung und Drill. Kinder unterscheiden in diesem Alter nicht nach gesellschaftlich oder historisch relevanten Bezügen, Wohlklang oder Disharmonie, wenn es um eine Fremdsprache geht. Die Zeit zwischen der Geburt und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.