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Corporate Governance und Unternehmenserfolg

Theoretischer Ansatz zur Erklärung des Zusammenhangs auf der Grundlage von Effizienzkriterien

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Anja Pissarczyk

Die Etablierung einer guten Corporate Governance dient der Einrichtung und ständigen Verbesserung der Unternehmensstrukturen und -prozesse, die eine effiziente Verfolgung der strategischen Ziele der Gesellschaft sicherstellen sollen. Als Konsequenz ist letztlich eine Steigerung des monetären Erfolgs zu erwarten. Zahlreiche Forscher haben sich der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg angenommen – mit sehr unterschiedlichen, teils widersprüchlichen empirischen Ergebnissen. Diese Studie bricht mit dem gängigen Untersuchungsansatz und versucht, den Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg mit Hilfe der Einführung von Subzielen zu erklären.
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Corporate Governance hat sich in den beiden letzten Jahrzehnten national und international zu einem der wichtigsten Managementthemen in Forschung und Praxis entwickelt. Die Diskussion geht dabei grundlegend davon aus, dass eine „gute“ Corporate Governance die Qualität der Leitung und Überwachung von Unternehmen verbessert und damit letztlich den Unternehmenserfolg erhöht. Die empirische Absicherung dieser These ist bis jetzt allerdings noch nicht überzeugend gelungen. Die vorliegenden Studien zum Zusammenhang zwischen Governancemodalitäten und Performance kommen vielmehr zu sehr unterschiedlichen und teils auch widersprüchlichen Ergebnissen. Ein wesentlicher Grund für die unsichere Befundlage liegt darin, dass der Unternehmenserfolg letztlich von einer Vielzahl von Faktoren (Qualität der Unternehmensstrategie, der Produkte, der Marketingaktivitäten, der Investor Relations-Beziehungen u.v.a.m.) beeinflusst wird. Die Isolierung des Erfolgsbeitrags einer einzigen Variablen (Corporate Governance) ist daher – nicht zuletzt aufgrund von Interaktionseffekten – schon aus methodischen Gründen ohne Zweifel problematisch.

Vor diesem Hintergrund schlägt die Verfasserin einen anderen Weg ein. Nach einer sehr sorgfältigen und kritischen Aufarbeitung der einschlägigen empirischen Erfolgsforschung greift sie auf den Grundgedanken eines Konzepts der organisatorischen Effizienzbewertung zurück, das die Konsequenzen alternativer Organisationsstrukturen nicht unmittelbar in Hinblick auf die übergeordnete Zielgröße des Unternehmenserfolgs beurteilt. Die Bewertung erfolgt dort vielmehr anhand von Subzielen bzw. Effizienzkriterien, deren Realisierung direkter als das Oberziel Unternehmenserfolg von organisatorischen Maßnahmen abhängt, zugleich aber ihrerseits zur Steigerung des Unternehmenserfolgs beiträgt. Mit ihrer Arbeit unternimmt es Frau Pissarczyk erstmalig, vergleichbare Subziele für den Zusammenhang zwischen Corporate Governance und...

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