Show Less
Restricted access

Akademische Personalentwicklung

Wie der Wissenschaftsbetrieb Potentiale und Kompetenzen des Personals strategisch entwickelt

Series:

Edited By Ingelore Welpe and Gaby Lenz

Die akademische Personalentwicklung muss strategisch konzipiert sein, um die Personalpraxis an Hochschulen zukunftsfähig, effektiv, divers und fair zu gestalten und um Exzellenz des Personals in Lehre und Forschung zu erreichen. Konzeptionelle und praxisbezogene Beiträge zeigen den Stand der Diskussion zur akademischen Personalentwicklung.
Show Summary Details
Restricted access

Christiane Micus-Loos, Melanie Plößer - „(d)ann muss man (…) irgendwie dann noch die Kinder so dazwischen packen“- Normative Orientierungen in den Berufswahlprozessen junger Frauen

Extract

| 229 →

Christiane Micus-Loos, Melanie Plößer

„(d)ann muss man (…) irgendwie dann noch die Kinder so dazwischen packen“ Normative Orientierungen in den Berufswahlprozessen junger Frauen

1 Abstract

The research project AN[N]O 2015 takes a gender-focused look at normative expectations, which prove to be important as young women seek vocational orientation. The article shows patterns of powerful normative labeling with which young women are confronted on the transition from school to work.

2 Fragestellung/Zielsetzung

Als eine wesentliche Aufgabe der Adoleszenz gilt es, eine Wahl hinsichtlich des Berufs zu treffen (vgl. Havighurst 1953; Fend 2001). Junge Frauen und Männern müssen einen für sie passenden Beruf finden, und diese Aufgabe ist mit der Anforderung verbunden, angesichts einer Vielzahl von Wahlmöglichkeiten eine Entscheidung zu treffen.

Auch wenn sich diese Wahlmöglichkeiten durch einen „historisch spezifischen Individualisierungsschub“ von „bislang unerkannter Reichweite und Dynamik“ (Beck 1983, S. 41) seit den 1960er Jahren vervielfältigt haben und die „Normalbiographie“ (Beck 1986, S. 215) längst zur „Wahlbiographie“ (ebd., S. 217) geworden ist, ist dies nur die eine Seite des Individualisierungsphänomens. Neben den Wahlmöglichkeiten, dem Zugewinn an Entscheidungen und Selbstgestaltungsmöglichkeiten, sind diese auf der anderen Seite nicht ohne „Wahlzwänge“ (ebd., S. 190) zu denken: „Die Möglichkeit der Nichtentscheidung wird der Tendenz nach unmöglich. Die Entscheidungsmöglichkeit entfaltet ein Muß, hinter das nicht ohne weiteres zurückgegangen werden kann“ (ebd., S. 190–191)...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.