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Energietransformation, dezentrale Erzeugungsprobleme und Finanzierung der Solarindustrie

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Paschen von Flotow, Dirk Schiereck and Julian Trillig

Die Solarindustrie erlebte insbesondere in Deutschland einen unvergleichbar rasanten und medienträchtigen Aufstieg. Jedoch wurde dieser Aufschwung von einer ebenso beeindruckenden Konsolidierungsphase abgelöst und führte vor allem im Jahr 2013 zu zahlreichen Insolvenzen und zum Abbau jedes dritten Arbeitsplatzes. Vor diesem wechselhaften Hintergrund werden in diesem Band der Reihe Finanzmärkte und Klimawandel eine ganze Reihe ökonomischer, insbesondere finanzwirtschaftlicher Aspekte der Solarindustrie und komplementärer Technologien beleuchtet. Die Einsichten aus diesen Analysen helfen, das Grundverständnis für diesen für die angestrebte Energiewende so wichtigen Bereich der deutschen Industrie nachhaltig zu vertiefen.
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Eigenkapitalkosten der europäischen Photovoltaikindustrie

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Daniel Schmidt und Julian Trillig ← 65 | 66 →

 

„Wouldn’t you say green is the new bubble?“, fragt Gordon Gecko in den letzten Minuten des Films Wall Street – Money Never Sleeps. Liegt der Investmentbanker mit dieser These völlig falsch oder werden wir in den nächsten Jahren tatsächlich den Niedergang der um die „Grüne Energie“ gewachsenen Branche erleben? Ein wichtiger Vertreter dieser neuen grünen Energie ist die Photovoltaiktechnologie.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gelang der Photovoltaiktechnik produzierenden und vertreibenden Branche ein beispielloses Wachstum. Nach Umsätzen i.H.v. 200 Mio. € im Jahr 2000 setzte die Branche bereits 2009 allein in Deutschland rund 9 Mrd. € um und beschäftigte etwa 63.000 Mitarbeiter (BSW, 2010). Diese Entwicklung geriet jedoch ab Ende 2008 unter Druck, was vor allem auf die hohe Sensibilität der Branche auf Änderungen von politischen Rahmenbedingungen und die Preisvolatilität des wichtigsten Rohstoffs – Silizium – zurückzuführen ist. Die Branche reagierte in unterschiedlicher Art und Weise auf die sich verändernden Marktbedingungen: Teilweise sahen Unternehmen in einer breiteren Aufstellung ihres Geschäftsmodells durch vertikale Integration die Versicherung für Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit und hatten dabei explizit eine ausgewogene Risikoverteilung im Blick (Q-Cells, 2010). Andere Unternehmen setzten auf die „Rückbesinnung auf Kernkompetenzen“, also die Konzentration auf nur eine oder wenige Stufen der Wertschöpfungskette.

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