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Kulturmanöver

Das k.u.k. Kriegspressequartier und die Mobilisierung von Wort und Bild

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Edited By Sema Colpan, Amália Kerekes, Siegfried Mattl and Magdolna Orosz

Der Band befasst sich mit dem k. u. k. Kriegspressequartier (KPQ), das von seiner Entstehung und Komplexität her unter den kriegsführenden Ländern des Ersten Weltkriegs einzigartig war. Die Aufsätze widmen sich zum einen jenen Maßnahmen, die das KPQ anordnete, leitete und kontrollierte. Dazu gehörten die Kriegsberichterstattung in journalistischen Frontberichten und fotografischen Dokumentationen, die Verarbeitung des Krieges mittels Malerei oder das Festhalten des Kriegsgeschehens mit der Filmkamera. Zum anderen bewerten die Autoren die Propagandamaßnahmen innerhalb eines breiteren Bezugsrahmens, und zwar mit Blick auf die alternativen Spielräume, die die zentralisierte Verwaltung gestattete. Als Vergleichsebenen werden außerhalb des Wirkungsbereichs des KPQ liegende Tendenzen des Kulturbetriebs herangezogen.
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Groß ist der Krieg. Theater und Publikum des Ersten Weltkriegs

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Mirella Csiszár / Tamás Gajdó

Groß ist der KriegTheater und Publikum des Ersten Weltkriegs1

Das Nationaltheater beendete die Saison 1913/1914 am 16. Juni mit der Aufführung der Tragödie des Menschen von Imre Madách – in den Hauptrollen László Bakó, Mari K. Hegyesi und László Gyenes – im provisorischen Gebäude des Volkstheaters am heutigen Blaha Lujza Platz. Nach der vorangegangenen Preisausschreibung wurde für das neue Gebäude des Nationaltheaters bereits das siegreiche Projekt angekündigt: der betont klassizisierende Plan für das Theater von Emil Tőry und Móric Pogány, der bis 1917 an der Stelle des abgerissenen alten Gebäudes an der Kreuzung des Kleinen Rings und der Kerepesi (heute Rákóczi) Straße realisiert werden sollte, um das 80. Jubiläum des Theaters in diesem neuen Bauwerk feiern zu können.2 Die nächste Saison wollte der Theaterdirektor Imre Tóth am 1. September starten. Etwas früher als das Nationaltheater, am 8. Juni sperrte das von László Beöthy geleitete Ungarische Theater am Izabella, heute Hevesi Sándor Platz zu, das dem Bericht der Programmzeitschrift Magyar Színpad (Ungarische Bühne) zufolge zwei Wochen später in Ruinen lag. Es wurde nämlich umgebaut. Mitte September sollte das Theater den Plänen nach mit einem renovierten Zuschauerraum und einer riesengroßen Vorhalle sowie einer prächtigen Premiere das Publikum erwarten.

Bekanntlich wurde die Umsetzung dieser schönen Pl...

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