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Industriestudie Frankfurt am Main 2013

Peter Lindner, Stefan Ouma, Max Klöppinger and Marc Boeckler

Die Industrie ist zurück. Spätestens seit der Finanzkrise erfolgt europaweit eine Neubewertung ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung und zeitgleich zeichnet sich ein verändertes Bild industrieller Produktion ab, das seinen prominentesten Ausdruck im Begriff der vierten industriellen Revolution findet. Doch welche Anforderungen sich daraus an die kommunale Industriepolitik ergeben, ist weithin unbekannt. Hier setzt die Industriestudie Frankfurt an, indem sie konsequent die Perspektive der Unternehmer und ihrer Beschäftigten einnimmt. Sie entwirft ein detailliertes und differenziertes Bild eines Sektors, der immer schwerer vom Bereich der Dienstleistungen abzugrenzen ist und ergänzt klassische Fragen der Standortbewertung um eine Netzwerk- und Wertschöpfungskettenanalyse. Darauf aufbauend werden fünf Handlungsfelder einer neuen kommunalen Industriepolitik für die Stadt Frankfurt identifiziert, deren konkreter Ausgestaltung ein übergeordnetes industriepolitisches Leitbild zugrundeliegen muss.
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ANHANG

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A I: KLASSIFIKATION DER WIRTSCHAFTSZWEIGE

Die europaweit gebräuchliche Klassifikation der Wirtschaftszweige (Statistisches Bundesamt 2007, vgl. http://www.statis-tik-portal.de/Statistik-Portal/klassiWZ08.pdf) unterscheidet auf der zweiten Hierarchieebene sog. „Abteilungen“, die weitestgehend dem umgangssprachlichen Verständnis von „Branchen“ entsprechen. Sie werden weiter unterteilt in Gruppen, Klassen und Unterklassen. Die Darstellung von Zeitreihen auf der Grundlage dieser Klassifikation wird allerdings aufgrund von regelmäßigen Überarbeitungen (z.B. Zusammenlegung und Neuzuordnung von Branchen) erheblich erschwert. Die letzte große Revision der Klassifikation der Wirtschaftszweige fand im Jahr 2008 statt. Die seitdem gebräuchliche „WZ08“ wird für alle Daten beginnend mit dem Jahr 2009 angewendet. Für frühere Jahre sind nur vereinzelt an die Systematik der WZ08 angepasste Zahlen verfügbar (Gutberlet 2009).

In der vorliegenden Studie musste aus diesem Grund auch auf Daten nach dem System der mittlerweile überholten WZ03 (Statistisches Bundesamt 2003, vgl. http://www.statistik-portal.de/Statistik-portal/klassiWZ03.pdf) zurückgegriffen werden, die – da sie weitgehend identisch mit der WZ93 ist – Zeitreihen über einen längeren Zeitraum erlaubt. Im Jahr 2008 ergibt sich dadurch allerdings ein ‚Bruch‘, der eine direkte Vergleichbarkeit der Werte vor und nach diesem Zeitpunkt unmöglich macht.

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