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Südslawen und die deutschsprachige Kultur

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Anetta Buras-Marciniak and Marcin Golaszewski

Thema des Buches ist die gegenseitige Beeinflussung der deutschsprachigen und der südslawischen Kultur, ausgelöst durch die Migrationswelle der Südslawen in die deutschsprachigen Länder infolge des Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Die Idee einer friedlichen Koexistenz mehrerer Nationalitäten in einem Staat sowie der Multikulturalitätsgedanke wurden durch den Krieg in Frage gestellt. Die daraufhin einsetzende Migrationswelle hat auch die Gesellschaftsstruktur der deutschsprachigen Länder gravierend beeinflusst. Im Buch wird einerseits das Kulturbild der Südslawen, das in Literatur und Kultur des deutschsprachigen Raums dokumentiert wird, andererseits das deutsche Kulturbild in der Literatur der Südslawen im 20. und 21. Jahrhundert eingehend untersucht.
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Über Germanismen in der bulgarischen technischen Terminologie

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Universität Łódź

1. Die ersten germanischen Entlehnungen reichen in der bulgarischen Sprache bis in die Antike zurück,1 von Entlehnungen im größeren Umfang lässt sich jedoch erst in der Renaissance sprechen. In dieser Zeit kamen mit dem Warenhandel auch neue Wörter über die Donau nach Bulgarien, sie bezeichneten meist technische Neuentwicklungen. Später war die Industrialisierung und die damit zusammenhängende Entstehung neuer Wissenschafts- und Industriezweige ein Impuls für die Entlehnung von Lexemen zur Bezeichnung neuer Gegenstände, insbesondere im Bereich der Technik. Nach der Befreiung Bulgariens von der türkischen Herrschaft (1878) kamen Deutsche mit dem Hof von Herzog Alexander Joseph von Battenberg bzw. später mit dem Hof von Zar Ferdinand Maximilian Karl Leopold Maria von Sachsen-Coburg und Gotha nach Sofia. In den Jahren 1941–1944 war die deutsche Sprache die meist unterrichtete Fremdsprache Bulgariens; seit 1950 gibt es in jeder größeren bulgarischen Stadt deutsche Schulen, die nicht nur ein erweitertes Deutschprofil haben, sondern an denen auch ein Teil der anderen Fächer auf Deutsch unterrichtet wird. Die Lehrkräfte stammen oft aus Deutschland und Österreich. Die Absolventen dieser Schulen führen ihre Ausbildung in der Regel in Deutschland oder in Österreich weiter fort, sie lassen sich dort auch sehr oft nieder. Heute ist das Deutsche die zweitpopulärste Fremdsprache in Bulgarien.2

2. Die deutsche Sprache hinterließ im bulgarischen lexikalischen System dauerhafte Spuren (картоф, келнер, пантоф, цигла) und war öfter als andere westliche Sprachen...

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