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Südslawen und die deutschsprachige Kultur

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Anetta Buras-Marciniak and Marcin Golaszewski

Thema des Buches ist die gegenseitige Beeinflussung der deutschsprachigen und der südslawischen Kultur, ausgelöst durch die Migrationswelle der Südslawen in die deutschsprachigen Länder infolge des Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Die Idee einer friedlichen Koexistenz mehrerer Nationalitäten in einem Staat sowie der Multikulturalitätsgedanke wurden durch den Krieg in Frage gestellt. Die daraufhin einsetzende Migrationswelle hat auch die Gesellschaftsstruktur der deutschsprachigen Länder gravierend beeinflusst. Im Buch wird einerseits das Kulturbild der Südslawen, das in Literatur und Kultur des deutschsprachigen Raums dokumentiert wird, andererseits das deutsche Kulturbild in der Literatur der Südslawen im 20. und 21. Jahrhundert eingehend untersucht.
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Deutschland und die Deutschen in den serbischen kollektiven Vorstellungen

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Universität Łódź

Ziel des vorliegenden Texts ist es, die kollektiven Vorstellungen der Serben von Deutschland und den Deutschen abzubilden. Wie im weiteren Verlauf des vorliegenden Beitrags dargelegt wird, ist die Wahrnehmung der Deutschen in der serbischen Gesellschaft nicht einheitlich, positive Stereotypen koexistieren neben negativen, und die Intensität beider ist eng an die aktuelle politische Situation gebunden. Ich möchte mich nun zunächst mit den für den Beitrag relevanten Termini wie kollektive Vorstellungen und Stereotype auseinandersetzen und sie erläutern. Da eine ausführliche Besprechung im Rahmen des vorliegenden Artikels nicht möglich ist, soll dies nur so ausführlich geschehen, wie dies für das Verständnis meiner Ausführungen erforderlich ist.

Zum Ausgangspunkt meiner Überlegungen soll Maurice Halbwachs klassische These von der sozialen Konstruktion der Welt genommen werden, der zufolge die Ansichten eines Individuums durch soziale Kontext determiniert sind.1 Obwohl die Ausführungen des herausragenden französischen Soziolo- gen heute durchaus diskutiert und ergänzt werden, so stellt die oben genannte These eine Art Dogma für Wissenschaftler dar, die kollektive Räume erforschen und diese im Vergleich mit den individuellen Räumen für primär halten. Für sie ist der Mensch ohne sozialen Kontext lediglich ein biologisches Wesen. Zbigniew Bokszański meint: „jeżeli pragniemy na gruncie głównego nurtu socjologicznego utrzymać pojęcie tożsamości, wydaje się, iż powinno ono być wiązane przede wszystkim ze zbiorowościami“2 („[W...

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