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Konfliktfelder und aktuelle Entwicklungen bei städtebaulichen Planungen

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Edited By Stephan Mitschang

In unterschiedlichen Rechtsgebieten lassen sich Konfliktfelder und aktuelle Entwicklungen der städtebaulichen Planung ablesen. Dazu zählen beispielsweise für die Umweltprüfung die Konsequenzen, die sich aus der möglichen Ausweitung des Anwendungsbereichs ergeben können, oder der im Hinblick auf die Innenentwicklung stärker zu beachtende Belang der Verschattung sowie Anwendungsfragen bei Festsetzungen zum Baurecht auf Zeit. Aktuelle Entwicklungen betreffen die Änderung der Umweltverträglichkeitsprüfungs-Richtlinie, das geänderte Abstandsflächenrecht sowie zentrale Versorgungsbereiche in der Flächennutzungsplanung, Änderungen bei den Heilungsvorschriften für das beschleunigte Verfahren und der Einsatz der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme vor dem Hintergrund der Wohnungsnot in den Ballungsräumen. Dieser Tagungsband dokumentiert die Themenfelder, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachtagung am 16. und 17. September 2013 an der Technischen Universität Berlin behandelt wurden.
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Der Belang der „Verschattung“ – Ermittlungs- und Bewertungsgrundlagen

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Die Berücksichtigung des Belangs der Verschattung gewinnt mit dem städtebaulichen Leitbild der Innenentwicklung zunehmend an Bedeutung. Aber auch mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist dieser bei Windenergieanlagen in Siedlungsnähe zu berücksichtigen und kann auch bei Fotovoltaikanlagen relevant werden.

Due to the urban planning principle of inner-city development, consideration of the matter of shading gains importance while planning in densely built-up areas. But even concerning the expansion of renewable energies, shading has to be considered for wind turbines near settlements and can be relevant to photovoltaic installation also.

Der Belang der Verschattung in Verbindung mit dem Bauen ist ein alter Streitgegenstand. Dies beweist bereits ein Rechtssatz des Schwabenspiegels aus dem Jahr 1287, der wie folgt lautet: „Hat jemand ein Haus gebaut, und will der Nachbar eins neben ihm errichten, so soll er es in der Höhe bauen, damit sein Licht nicht verbaut wird. Baut er’s darüber so klagt es dem Richter, der soll darüber Recht sprechen.“1 Auch mehr als 800 Jahre später beschäftigt sich die Rechtsprechung immer noch mit ähnlichen Problemen, wie der wohl bundesweit bekannte Fall der Bebauung des Berliner Spreedreiecks zeigt. Besondere Aktualität erhält das Thema auch vor dem Hintergrund der Innenentwicklung, die den Fokus der letzten ← 83 | 84 → Novellierung des BauGB2 bildet. Denn das Planen und Bauen im Bestand wirft regelmäßig Fragen im Hinblick auf den Schutz des Nachbarn auf. Aber auch vor dem Hintergrund der Energiewende kann...

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