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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Genus und Personenbezeichnungen im Deutschen, Niederländischen und Englischen: Führt die sprachbedingte Variation zu interkulturellen Unterschieden?

Abstract

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English, Dutch and German have comparable systems for personal pronouns with 3 gender forms for the third person singular. However, for nouns that designate persons the situation is very different. In English epicene words are widely used, whereas German has a system with mainly feminine derivations of masculine nouns. Dutch is somewhere in between, with both epicene words and feminine derivations. Does this difference in grammatical system imply a difference in attitude towards the use of feminine and masculine (pro)nouns? Students with these native languages have filled in questionnaires on the subject. The results show that most female students with L1 German or Dutch do not mind the use of masculine nouns for themselves and that for pronouns the students with L1 English seem to be somewhat more sensitive to non-sexist use of language. On the whole non-sexist use of language is not seen as a very important issue.

Oft werden Genus, das grammatische Geschlecht, und Sexus, das biologische Geschlecht, als äquivalent betrachtet. In der deutschen Sprachwissenschaft hat diese mögliche Äquivalenz Ende des 19. Jahrhunderts zu heftigen Debatten geführt (vgl. Sieburg 1997). Viele Sprachen haben Genus als grammatische Kategorie, so die indoeuropäischen, andere Sprachen, wie Chinesisch oder Finnisch, verfügen nicht über eine solche Kategorie. Die Zahl der Genera variiert stark, von 2 und 3, häufig auch 4, bis 20 (vgl. Corbett 1991, 5). Die mögliche Anzahl von Genera zeigt, dass die Äquivalenz Genus-Sexus so nicht besteht. Das bedeutet allerdings...

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