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Die Verslegende «Veronica II»

Hybridedition und Studien zur Überlieferung

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Judith Lange

In diesem Buch wird erstmals die gesamte, äußerst heterogene Überlieferung der unter dem Namen des Spruchdichters Regenbogen überlieferten Verslegende Veronica II analysiert. Auf Basis der Analyseergebnisse wird die Verslegende überlieferungskritisch, unter Einbezug aller mittelhochdeutschen Quellen, in fünf Fassungen ediert. Die dazugehörige, im Internet zugängliche Online-Publikation ist als ein Versuch zu betrachten, dem Problem der komplexen Überlieferungslage der Veronica II mit Hilfe digitaler Medien zu begegnen. Auf diese Weise wird im Sinne der New Philology gewährleistet, die Textüberlieferung und deren mouvance ständig im Blick zu behalten.
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II. Teil Editorische Grundlagen

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1 Angewandte Methoden

Ziel der Dissertation ist es, alle Handschriften, Inkunabeln und Fragmente als Quellen mit originärem Wert zu behandeln und gleichzeitig möglichst viele Benutzergruppen zu bedienen. Um dieses Ziel erreichen zu können, wurden zum einen Transkriptionen aller Textzeugen und Digitalfaksimiles der meisten Handschriften im TextGrid Repository hinterlegt.136 Zum anderen wurde bei der Edition der Texte – im Hinblick auf eine eher literaturwissenschaftlich geprägte Nutzergruppe – dem Leithandschriftenprinzip der Vorzug gegenüber einer synoptischen Darstellung aller Quellen gegeben.

Methodisch stützt sich die Ausgabe somit bei der Umsetzung auf zwei große Stützpfeiler der Editionswissenschaft. Die Verbindung von Leithandschriftenprinzip und New Philology führt zwar zu einer Aufweichung der einzelnen Ansichten, im Hinblick auf die Begebenheiten der Veronica-Überlieferung ergibt sich jedoch eine sinnvolle Kombination. Um die beiden anscheinend „unversöhnt nebeneinanderstehenden Editionsprinzipien“137 miteinander zu kombinieren, wurde eine überlieferungsgeschichtliche Methode der Textanalyse und -aufarbeitung nach dem Prinzip der Würzburger Forschergruppe um Kurt Ruh gewählt. Die überlieferungsgeschichtliche Methode widerlegt die Annahme, Überlieferungskritik und Edition stünden unversöhnlich nebeneinander. Schon die ersten Versuche gegen Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts erfüllten wesentliche Anliegen der New Philology.138 ← 49 | 50 →

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