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Maria Biljan-Bilger und Kunst im öffentlichen Raum

Edited By Margret Kohler-Heilingsetzer and Semirah Heilingsetzer

Das Symposium «Maria Biljan-Bilger und Kunst im öffentlichen Raum», das begleitend zur Ausstellung im Jänner 2013 im Künstlerhaus Wien abgehalten wurde, sollte an die Künstlerin erinnern, die nach 1945 in der Wiener Kulturlandschaft als Mitbegründerin des Art Club und durch ihre zahlreichen öffentlichen Aufträge eine bedeutende Rolle spielte und früh international vertreten war. Die Künstlerin Margret Kohler-Heilingsetzer, Initiatorin der Ausstellung und des Symposiums und die Kunsthistorikerin Semirah Heilingsetzer hielten die Beiträge der Zeitzeugen mit zahlreichen Abbildungen in dieser Publikation fest, ergänzt durch eine Dokumentation der Ausstellung. Die Vortragenden Alice Reininger, Bernhard Denscher, Marianne Enigl, Martin Rauch, Elfriede Bruckmeier, Oliver Österreicher, Anton Schweighofer, Friedrich Kurrent und Friedrich Achleitner sowie Carl Aigner als Redner zur Ausstellung beleuchteten das Schaffen der Künstlerin und Kunst im öffentlichen Raum aus verschiedenen Gesichtspunkten.
«Maria Biljan-Bilger konnte aus der Kenntnis vieler Kulturen arbeiten, denen sie sich vorurteilslos öffnete. Damit kann sie auch nicht vergessen werden. Darin liegt die Lebendigkeit ihres unerschöpflichen Werkes begründet.» (Friedrich Achleitner)
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,Meine Wachträume bewegen sich in einem Landschaftsgarten ...’ Die österreichische Künstlerin Maria Biljan-Bilger (1912-1997). Zur Wiederkehr ihres 100. Geburtstages am 21. Jänner 2012

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„Meine Wachträume bewegen sich in einem Land­schaftsgarten ...“ Die österreichische Künstlerin Maria Biljan-Bilger (1912-1997), Zur Wiederkehr ihres 100. Geburtstages am 21, Jänner 2012

„Meine Wachträume bewegen sich in einem Landschaftsgarten, zwischen Steinmauern mit eingebauten Tontafeln und Ziegeln, Säulen und Nischen, einem Fußboden aus Stein- und Ton-Stücken, mit den Pflanzen des Feldes, den Königskerzen, vereint. Die Steine vom Steinbruch und die mit Kobaldblau [!], Eisenrot und Manganschwarz bemalten und inkrustierten, im Ofen gebrannten Objekte könnten sich der umgebenden Tier- und Pflanzenwelt bedienen und sie ins Bildhafte verwandeln:

... Die den Himmel durchziehenden Vogelschwärme ... jagende Falken ... vorbeifliegende Eulen, mit lautlosem Flügelschlag ... dickstengelige Disteln, mit trichterförmig angesetzten, blauvioletten Schöpfen ... tausendfältige Blumenformen ... blühende Sträucher ... der über allem stehende rote Sonnenball ... Alhambra, wo bist Du?“1 Diese poetischen Gedanken schrieb Maria Biljan-Bilger in ihrem Aufsatz „Bemerkungen zu meinem Leben“ nieder.

Maria Biljan-Bilger gehörte zu jenen starken und ursprünglichen Persönlichkeiten, die im Hintergrund schöpferisch agierten, in aller Bescheidenheit und Schlichtheit lebten, eine Großzügigkeit den Mitmenschen gegenüber an den Tag legten und die uns ein gewaltiges Œuvre hinterließ. Sie war sowohl Keramikerin, Bildhauerin, Grafikerin, als auch Gestalterin von großen textilen Arbeiten. Ihre Werke strahlen Naivität, Humor und Witz aus, sind originelle Gestaltung und edel in Farbe und Form.

„Farben“ – so sagt die Künstlerin Maria Biljan-Bilger, „lösen in mir ein beseeligendes Gefühl aus; zeitweise...

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