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Das Spannungsverhältnis von Informations- und Geheimhaltungspflichten des Vorstands einer börsennotierten Aktiengesellschaft als Zielgesellschaft eines Unternehmenskaufs

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Kai Kerger

Die Offenbarung von Unternehmensinterna im Vorfeld eines Unternehmenskaufs ist üblich und im Interesse eines funktionierenden Marktes für erfolgreiche Unternehmenskäufe erforderlich. Im Ergebnis ist die Weitergabe von Gesellschaftsgeheimnissen und Insiderinformationen sowohl gesellschafts- als auch kapitalmarktrechtlich unter gewissen Voraussetzungen berechtigt und befugt. Diese Arbeit befasst sich mit dem Spannungsverhältnis von Informations- und Geheimhaltungspflichten des Vorstands einer börsennotierten Aktiengesellschaft als Zielgesellschaft eines außerbörslichen Unternehmenskaufs in Form des Erwerbs einer Mehrheitsbeteiligung. Sie untersucht die Voraussetzungen, unter denen die Informationsweitergabe, insbesondere im Rahmen einer kaufvorbereitenden Due Diligence Prüfung, zulässig ist.
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Teil 1: Einführung

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Die praktische Bedeutung des Kaufs und Verkaufs von Unternehmen ist in Zeiten eines sich zunehmend verschärfenden und immer härter werdenden internationalen bzw. globalisierten Wettbewerbs und der dadurch oftmals erforderlichen Restrukturierung der Unternehmen gerade auch in Krisenzeiten besonders hoch. Viele Unternehmen sehen sich einem wachsenden Veränderungsdruck ausgesetzt. Oftmals scheint die Akquisition neuer Unternehmensbereiche bzw. Unternehmen gegenüber eigenen zeit- und kostspieligen Entwicklungen vorzugswürdig, um mit dem Druck eines globalen Wettbewerbs und den Veränderungen der Unternehmenslandschaft Schritt halten zu können5. Aus diesem Grund sind Unternehmenskäufe für viele Unternehmen zu einem zentralen Faktor für Strategie und Planung geworden. Für Großunternehmen ist häufig die Erzielung von Synergieeffekten ein wichtiges Motiv für eine Akquisition, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, ebenso der Erwerb bisher nicht vorhandenen Know-hows6. Wer nicht zur Expansion aus eigener Kraft fähig ist bzw. nicht über das dafür notwendige Eigenkapital verfügt, dem bleibt wiederum als Alternative oftmals nur die Veräußerung. Unternehmen sind dabei durchaus komplexe Transaktionsgegenstände. Folglich bedeutet dies, dass Unternehmenskäufe und -verkäufe einer sehr sorgfältigen Planung und Durchführung und insbesondere einer präzisen Gestaltung und Verhandlung des Unternehmenskaufvertrages bedürfen. Die Sicherstellung einer gelungenen und den Vorstellungen der Entscheidungsträger des Erwerberunternehmens entsprechenden Akquisition verlangt eine genaue und gründliche Untersuchung und Bewertung der Zielgesellschaft des Unternehmenskaufs, die der endgültigen Entscheidungsfindung auf Käuferseite regelmäßig voranzugehen hat7. Berücksichtigt man allerdings die zahlreich auftretenden ← 5...

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