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Masseverwaltung nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens am Beispiel der Nachtragsverteilung

Eine kritische Untersuchung

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Ines Meyer

Das Werk beschäftigt sich mit rechtlichen Problemkreisen der Nachtragsverteilung nach den §§ 203 ff. InsO unter Berücksichtigung älterer und neuerer Rechtsprechung. Dabei werden nicht nur das Regelinsolvenzverfahren, sondern auch die Eigenverwaltung, das Restschuldbefreiungsverfahren und das Insolvenzplanverfahren in den Blick genommen. Die Untersuchung reicht von der Verfahrenseinleitung über die tatbestandlichen Voraussetzungen der Nachtragsverteilung bis zu dessen Vollzug sowie der Vergütung des Nachtragsverwalters und der Konkurrenz zu einem neuen Insolvenzverfahren.
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Teil 2. Allgemeine Wirkungen der Verfahrensaufhebung auf die Befugnisse des Verwalters

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Teil 2.  Allgemeine Wirkungen der Verfahrensaufhebung auf die Befugnisse des Verwalters

Bevor die Voraussetzungen der Nachtragsverteilung näher untersucht werden, erfolgt zunächst ein kurzer Überblick über die allgemeinen Wirkungen der Verfahrensaufhebung auf die Befugnisse des Verwalters.

Während des laufenden Verfahrens leitet der Verwalter seine Masseverwaltungsbefugnisse aus § 80 InsO her, der bestimmt, dass die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über massezugehörige Gegenstände und Beträge im laufenden Insolvenzverfahren beim Insolvenzverwalter liegt.21 Die Hauptaufgabe des Verwalters besteht dabei in der Übernahme und Verwertung der Insolvenzmasse nach den §§ 148 ff. InsO und in der sich anschließenden Befriedigung der Gläubigerforderungen, §§ 187 ff. InsO. Nach Vollzug der Schlussverteilung22 wird das Insolvenzverfahren sodann nach § 200 Abs. 1 InsO aufgehoben. Sowohl das Amt des Verwalters als auch die gerichtliche Aufsicht dauern während der Schlussverteilung stets noch an und die Insolvenzmasse unterliegt bis zur Verfahrensaufhebung dem Insolvenzbeschlag und damit der Verfügungsbefugnis des Verwalters.23 ← 27 | 28 →

A. Rückfall der Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den Schuldner

Bei einem kurzen Blick auf die Regelung des § 200 InsO fällt auf, dass diese in Bezug auf die Rechtsfolgen der Verfahrensaufhebung im Gegensatz zu §§ 215 Abs. 2, 259 InsO lückenhaft geblieben ist.24 Der Gesetzgeber hat hier eine ausdrückliche Regelung der Rechtsfolgen anscheinend für nicht gesondert normierungsbedürftig gehalten.25

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