Show Less
Restricted access

Zachows Kantaten

Quellen – Stil – Kontext

Series:

Wladimir Stadnitschenko

Zum 350-jährigen Geburtsjubiläum von F. W. Zachow erscheint erstmals in Buchform diese innovative, provokative und auch überraschende Forschungsarbeit. Zachow war Händels Lehrmeister. Die Arbeit erschließt die Handschriften der Vokalwerke Zachows mit historisch-quellenkundlicher Methodik und stellt erstmals ein Quellenverzeichnis zusammen. Sie untersucht die gattungs- und stilbildenden Aspekte seiner Kompositionen und seine musik-historische Sonderbedeutung. Außerdem erörtert sie die Bewerbung von J. S. Bach 1713 in Halle und seine Teilnahme am Orgelneubau, Bachs ideale, recht schöne und recht große Orgel. Diese Arbeit wendet sich an Kirchenmusiker, Chorleiter, Organisten und Sänger und alle, die die musica sacra des Halleschen Spätbarockkomponisten F. W. Zachow wiederentdecken möchten.
Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 2 Autographe und nicht-autographe Quellen. Berliner und Brüsseler Quellen im Besonderen. Ein kritischer Überblick. Charakteristik der einzelnen Handschriften

Extract

Kapitel 2Autographe und nicht-autographe Quellen Berliner und Brüsseler Quellen im besonderen Ein kritischer Überblick Charakteristik der einzelnen Handschriften

Eine Konzeptpartitur und drei Reinschriften

TV4 „Das ist das ewige Leben“ SB/SPK Mus. ms. 23.445,1. Am Titelblatt: „Festo S.S. Trinitat: / Das ist das ewige Leben / F.W. Zachau“. Es ist nicht zufällig, daß ich dieses Kapitel gerade mit der Betrachtung dieses Manuskripts anfange. Chrysander und später Seiffert vermuteten in dieser Handschrift ein Autograph Zachows. Jedoch ist diese Vermutung ohne einen entsprechenden Kommentar, d. h. ohne Begründung geblieben. Seiffert wußte nicht, welcher Person diese Schriftzüge eigen waren. Er meinte, daß bei der Unkenntnis von Zachows eigener Handschrift diese Kopie als Autograph betrachtet werden konnte. So ergab sich z. B. schon Anfang des Jahrhunderts in diesem Einzelfall eine der wichtigsten Fragen in der Zachow-Forschung: Handelt es sich hier um einen Autograph oder einen Apograph? Ist es tatsächlich ein Originalmanuskript oder eine Kopie davon? Im Vergleich mit allen anderen im Mittelpunkt des Kapitels stehenden Quellenhandschriften der Zachowschen Vokalmusik aus den Sammlungen DStB und SB/SPK erscheint diese Partitur als besonders kompliziert zu lesen. Was die charakteristischen Merkmale des Schriftzuges angeht, so sind sie ganz bestimmt ein Sonderfall. Die Entstehungszeit dieser Handschrift und der Schreiber sind unbekannt, der Schriftzug Zachows auch. Die Identifizierung des Schreibers und die endgültige Beurteilung dieser Quelle bleibt meine Aufgabe. Auch bei diesem Versuch muß ich vom allgemeinen zum besonderen gehen, d. h. vom äußeren schriftlichen Notenbild bis...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.