Show Less
Restricted access

Zachows Kantaten

Quellen – Stil – Kontext

Series:

Wladimir Stadnitschenko

Zum 350-jährigen Geburtsjubiläum von F. W. Zachow erscheint erstmals in Buchform diese innovative, provokative und auch überraschende Forschungsarbeit. Zachow war Händels Lehrmeister. Die Arbeit erschließt die Handschriften der Vokalwerke Zachows mit historisch-quellenkundlicher Methodik und stellt erstmals ein Quellenverzeichnis zusammen. Sie untersucht die gattungs- und stilbildenden Aspekte seiner Kompositionen und seine musik-historische Sonderbedeutung. Außerdem erörtert sie die Bewerbung von J. S. Bach 1713 in Halle und seine Teilnahme am Orgelneubau, Bachs ideale, recht schöne und recht große Orgel. Diese Arbeit wendet sich an Kirchenmusiker, Chorleiter, Organisten und Sänger und alle, die die musica sacra des Halleschen Spätbarockkomponisten F. W. Zachow wiederentdecken möchten.
Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 10 Zachows Bild im Wandel der Zeiten.

Extract

Kapitel 10Zachows Bild im Wandel der Zeiten

Eine kritische Übersicht der Würdigungen Zachows von Mainwaring, Mattheson bis Dean und Lang

Wenn Zachows Name nie vergessen worden ist, so ist dies hauptsächlich das Verdienst der Händelliteratur. Seit Mainwaring enthält jede ernste Händelbiographie eine kritische oder unkritische Erwähnung Zachows. Das Interesse der Händelforschung für Zachow erklärt sich aus der Notwendigkeit, Händels Kindheit und Jugendzeit in Halle darzustellen. Händels Biographen waren keine Kenner des Zachowschen Schaffen. Bis 1957 gab es keine einzige spezielle Arbeit über Zachow. Ein kritischer Überblick seiner Würdigungen innerhalb der Händelbiographien von Mainwaring bis Lang zeigt, daß sie eine ganze Reihe verschiedenartiger Aussagen enthalten, die entweder einander ergänzen oder sich auch widersprechen, manchmal sogar unvereinbare Positionen vertreten. Es handelt sich hier um die überlieferten negativen und positiven Äußerungen über Zachows selbständige Bedeutung und über die Rolle seiner Lehrmethode für die Entwicklung des jungen Händel, die der Realität mehr oder weniger oder überhaupt nicht entsprechen.

Das Vorhandensein von so vielen verschiedenartigen kritischen Urteilen über Zachow erklärt sich aus der Tatsache, daß Händels Biographen in der Regel eine ungenügende Vorstellung von dem Komponisten hatten.

Es ist nicht ganz ohne Reiz, zu verfolgen, wie und warum sich im Laufe der Jahrzehnte eine bestimmte Einschätzung Zachows bei verschiedenen Autoren entwickelte. Die Vielfalt der überlieferten Aussagen verpflichtet zu deren Revision und folgendem zusammenfassenden Kommentar....

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.