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Wirkungszusammenhänge

Neue Studien zu Edith Stein und Bernhard von Clairvaux, Cusanus, Rilke, Max Planck, der Oper und der Literatur

Bernd Urban

Das Buch versammelt Studien zu Edith Stein und Bernhard von Clairvaux, zu Rilke und dem Duineser Engel, zu Max Planck und der modernen Dante-Kosmologie, zur klassischen Oper und zu Nikolaus Cusanus sowie den ersten Nachtrag zur Literaturrezeption der späteren Karmelitin Edith Stein. Projektskizzierte Befunde vertiefen und erweitern das Lebens-, Denk- und Wirkungsfeld Edith Steins in bisher so noch nicht gesehenen literaturphilosophischen Aspekten und Bereichen und arbeiten mit, das Bild der Heiligen zu vervollständigen.
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Edith Stein – Max Planck – Bruno Binggeli: Momente des Engels. Philosophische „Möglichkeitsbetrachtung“, „neue“ Physik und Dante-Kosmologie: ein „Wirkungszusammenhang“

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Die Scheidung des Seins in der Schöpfung bedingt eine Sonderung in verschiedene Seinsgebiete, die nach Form und Stoff unterschieden sind. Der körperliche Stoff ist unbestimmte Raumfülle, der geistige Stoff ist unbestimmte Lebensfülle. Die körperlichen Formen gestalten sich bzw. ihren Stoff in den Raum hinein zu einer Welt von körperlichen Dingen. Die geistigen Formen gestalten ihre Lebensfülle in ein geistiges Reich hinein, in ein geistiges Reich von Personen und Werken, die alle in einem großen geistigen Wirkungszusammenhang stehen. […] Geisteswelt und Körperwelt stehen nicht beziehungslos nebeneinander.(Edith Stein: Endliches und ewiges Sein).226

So sehen wir, daß sich die verschiedenen Gebiete, in denen sich der menschliche Geist betätigt, nicht vollständig voneinander isolieren lassen, sondern vielmehr aufs innigste zusammenhängen. Wir waren ausgegangen von einer einzelnen Fachwissenschaft, und wir sind durch Fragen rein physikalischer Art hinausgeführt worden über die Sinneswelt in die reale metaphysische Welt, die uns wegen der Unmöglichkeit, sie direkt zu erkennen, als etwas Geheimnisvolles und unbegreiflich Erhabenes entgegentritt, während sie doch auch wieder bei unserem Versuche, sie abzubilden, eine tiefe innere Harmonie und Schönheit ahnen läßt.(Max Planck: „Positivismus und reale Außenwelt“).227

← 107 | 108 → Naturwissenschaft und „Geisteswissenschaft“ sind nur zwei Äste am Baum der Erkenntnis, die freilich zur Zeit die schönsten Früchte hervorbringen. […] die Lichtgeschwindigkeit, das Plancksche Wirkungsquantum oder die Expansion des Universums sind außenweltliche (und nicht innenweltliche) „Offenbarungen“.(Bruno Binggeli: Primum mobile).228

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