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Jesus, der Kyrios?

Die Plausibilität des christlichen Bekenntnisses

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Gertrud Pechmann

« … denn wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr» und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet werden.» (Röm 10,9) So lautet eines der ältesten Glaubensbekenntnisse des Neuen Testaments, das der Apostel Paulus in seinem Römerbrief überliefert hat. Es benennt den Kern des christlichen Bekenntnisses: Gott ist in Jesus Christus ein Mensch geworden, der gestorben und auferstanden ist. Aber wer war Jesus, wie sehen und verstehen ihn das Neue Testament, die Leben-Jesu-Forschung, die Ökumenischen Konzilien, moderne Theologen wie Karl Rahner und Hans Urs von Balthasar sowie populäre Schriftsteller wie Gilbert Keith Chesterton und Clive Staples Lewis? Dieser Spur folgt das Buch. Es geht davon aus, dass die Person Jesus Christus eine Herausforderung für Glaube und Verstand ist, und möchte die Argumente christlicher Denker für die Plausibilität des christlichen Bekenntnisses darstellen.
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7. Synthese

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Die vorliegende Arbeit hat sich die Aufgabe gestellt, die Person Jesu mit ihrer göttlichen und menschlichen Natur im Spiegel des Neuen Testaments, der ökumenischen Konzilien, den philosophischen Anfragen der Leben-Jesu-Forschung der Neuzeit bis hin zum theologischen Verständnis im 20. Jahrhundert schlaglichtartig darzustellen. Der Überblick über den neutestamentlichen Befund und die Leben-Jesu-Forschung, der Gang durch das erste Jahrtausend der Kirchengeschichte mit den christologischen Konzilien, die Theologie Karl Rahners und Hans Urs von Balthasars und die literarische Apologetik G. K. Chestertons und C. S. Lewis‘ haben gezeigt, wie herausfordernd die Person Jesu Christi für jeden Menschen, ja, für den gesamten abendländischen Kulturkreis mit seiner Politik, Wirtschaft und Kultur war und ist: Die Begegnung mit seiner Person und seiner Botschaft macht eine Stellungnahme notwendig. „Jesus Christus kommt eine einzigartige Stellung in der Menschheitsgeschichte zu.“1160 Für Christen ist die Auseinandersetzung mit seiner Person existentiell. Von ihnen ist kein laues „Limonadenchristentum“ gefragt, das den Glauben auf nützliche Ethik oder Nostalgie zu Weihnachten oder Ostern reduziert. Es geht vielmehr um ein Bekenntnis, das den ganzen Menschen erfasst, aus dem er lebt und das er gegenüber anderen Weltdeutungen mit guten Gründen vertreten kann.

Der Anspruch der Evangelien und der übrigen neutestamentlichen Schriften ist geblieben und wird von der historisch-kritischen Exegese festgestellt: Jesus ist der Kyrios, Jesus ist Gott und Mensch zugleich. Jesus ist in seiner Person schlicht einzigartig: Für die einen nur als überragender Mensch, für Christen als Gott und Mensch in einer...

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