Show Less
Restricted access

Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Edited By Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
Show Summary Details
Restricted access

Migration und kulturelle Diversität in der interkulturellen Kinder- und Jugendliteratur

Extract



Einleitung

„Migration“ könnte man als Wanderung von Individuen oder Gruppen im geographischen oder sozialen Raum bedeuten. Migration wird auch als Wanderungsbewegung von Länern der industriell unterentwickelten Randzonen in höher industrialisierte Länder bezeichnet. Im Zuge der Industrialisierung seit Mitte des 19. Jhs. konnten die industrialisierten Staaten ihren Bedarf an Arbeitskräften nur decken, indem sie auch Ausländer beschäftigten. Es ist auch in Deutschland eine Tradition geworden, nach Bedarf die Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen, wie aus Italien, aus Ost- und Südeuropa, aus dem Osmanischen Reich, oder von 1939 bis 1945 7.5 Millionen Menschen aus den besetzten Gebieten von Frankreich, Polen, der Tschechoslowakei, der Sowjetunion, um die deutschen Arbeitskräfte, die an der Front waren, zu ersetzen (siehe Duden 5: 463; Şölçün 1980: 3; Montesardo 1985; Baytekin 1993: 13–14).

Die jüngste Migrationsbewegung begann Mitte der 50er Jahre, weil Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg trotz 10 Millionen DDR-Flüchtlinge vor dem Mauerbau mehr Arbeitskräfte benötigte. Aus diesem Anlaß schloß Deutschland bilaterale Verträge zur Anwerbung ausländischer Arbeiter mit Italien (1955), Spanien (1960), Griechenland (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968) ab.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.