Show Less
Restricted access

Stephen King’s «It» in Translation

Die Übersetzungen von Tabuwörtern in der Umgangssprache der Kinder im Roman- Sieben Sprachen im Vergleich

Series:

Britta Stöckmann

Du sollst nicht fluchen – ein alltäglicher, oft totgeschwiegener Bestandteil der Sprache ist ihr Tabuwortschatz. Anhand eines ausgewählten Bereichs von Stephen Kings Roman It und seinen Übersetzungen wird Einblick in die Gewohnheiten des Fluchens in sieben verschiedenen Sprachen genommen. Dabei stellt der im Roman fein ausdifferenzierte Gebrauch von Flüchen und Tabuwörtern Übersetzerinnen und Übersetzer vor die Herausforderung, die thematischen und stilistischen Schattierungen des Originals adäquat wiederzugeben. Kann es überhaupt gelingen, den Tabubruch aus der einen in eine andere Sprache zu übertragen, ohne dass seine Wirkung verloren geht? Wie diese Studie zeigt, weisen der Tabuwortschatz und sein Gebrauch in jeder Sprache ihre ganz speziellen Eigenarten auf.
Show Summary Details
Restricted access

5. Ergebnisse des Analyseteils

Extract

Nachdem nun die Charaktere der Kinder anhand ihres Tabuwortgebrauchs in vier Sprachen detailliert und stichprobenartig auch in drei weiteren analysiert worden sind, soll an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich des Umgangs der Übersetzer mit diesem spezifischen Vokabular erfolgen. Noch einmal sei dabei darauf hingewiesen, dass wertende Aussagen bezüglich der einzelnen Übersetzungen sich ausschließlich auf diesen geringen Ausschnitt der Romanhandlung beziehen und an keiner Stelle die Übersetzungsleistung als Ganzes kommentiert oder gar in Frage gestellt werden soll.

Allein hinsichtlich der deutschen Version des Romans ist eine etwas weiter gefasste Bemerkung am Platze, denn im Gegensatz zu allen übrigen Übersetzungen des Romans sind hier die deutlichsten Abweichungen vom Ausgangstext festzustellen, was sich nicht allein auf den Tabuwortschatz bezieht, sondern weit darüber hinausgeht. Wie bereits mehrfach im Laufe der Untersuchung angedeutet worden ist, besteht eine Reihe von Unstimmigkeiten zwischen dem amerikanischen Ausgangs- und dem deutschen Zieltext. Zum einen finden sich viele Lücken, d.h. Wörter, Sätze und auch ganze Absätze sind von der Übersetzerin ausgelassen worden. Auch fällt auf, dass die Kapiteleinteilung in der deutschen Übersetzung nicht immer dem Original entspricht und dass beispielsweise das Kapitel, in dem Mikes erstes Zusammentreffen mit dem Monster beschrieben wird, in der deutschen Version erst viel später im Roman zu finden ist als im Ausgangstext. Während der Leser im Originaltext schon relativ früh über Mikes Erlebnisse informiert wird, erfährt der deutsche Leser von diesen erst gemeinsam mit den anderen Kindern im Roman,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.