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Ungarndeutsche Literatur

Neue Perspektiven?

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Erika Regner

Die sogenannte ungarndeutsche Literatur ist ein schwer zu handhabendes Phänomen, da ihre Bedeutung – wie oft bei deutschsprachiger Literatur außerhalb des deutschen Sprachraums – weit über ihre rein literarische hinausgeht. Der Band wirft einen zeitgenössischen Blick auf diese Literatur und zeigt so die Ursachen und Gefahren der Diskrepanz auf. Die jüngste Generation ungarndeutscher Schriftsteller, die seit 2000 publiziert und bisher kaum literaturwissenschaftliche Beachtung fand, bildet den Ausgangspunkt: Ihr Schaffen wird gemeinsam mit dem ungarndeutschen Literaturbetrieb analysiert und theoretisch kontextualisiert. Dies gibt Aufschluss über die besondere Situation der deutschsprachigen Minderheit in Ungarn hinsichtlich Sprachgebrauch, Schulbildung und Identitätskonstruktion.
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10. Signale

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10. Signale

Eszter Propszt hält in ihrem Artikel „Die ungarndeutsche Gegenwartsliteratur unter literatursoziolgischem Aspekt“ 1998 fest, dass es den ungarndeutschen Autoren nicht an Publikationsmöglichkeiten fehlt.

„Trotzdem bleibt festzuhalten, daß es nicht an Publikationsmöglichkeiten fehlt. Als Periodika gelten die „Neue Zeitung“, ihre seit 1985 jährlich erscheinende Literaturbeilage „Signale“ und der Deutsche Kalender. Nach den Anthologien der Anfangszeit, die mit dem Verzicht auf ein eigenständiges Profil breite Publikumsschichten zu erreichen suchten, nimmt die Zahl der Einzelveröffentlichungen zu. Die deutschsprachigen Rundfunk- und Fernsehsendungen bringen auch regelmäßig Werke ungarndeutscher Autoren zu Gehör, wobei einschränkend gesagt werden muß, daß es fast nie zu Weiterverarbeitungen kommt. Immerhin: was in den letzten 25 Jahren geschrieben wurde, konnte auch veröffentlicht werden.“196

An dieser Stelle soll also ein näherer Blick auf die „Neue Zeitung“ und deren Literaturbeilage „Signale“ geworfen werden.

Horst Lambrecht von der Universität Pécs charakterisiert die „Neue Zeitung“ wie folgt:

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