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Probleme der Librettoübersetzung

Am Beispiel von Mozarts Oper "Le nozze di Figaro</I>

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Wiebke Langer

Probleme der Librettoübersetzung setzt den Fokus auf eine in der Forschung lange Zeit vernachlässigte Gattung, das Libretto. Auch die Librettoübersetzung nimmt wenig Raum ein in den Wissenschaften. Die Analyse dreier Übersetzungen ins Deutsche zu Mozarts Oper Le nozze di Figaro veranschaulicht die besondere Schwierigkeit dieser Übersetzungsart. Durch die enge Verzahnung des Librettos mit der Musik (Metrik, Reim, Rhythmus) muss der Übersetzer stets Kompromisse eingehen. Musik und Sprache haben einige Berührungspunkte, beide können etwa nach semiotischen und suprasegmentalen Aspekten untersucht werden. Die Arbeit ist an der Schnittstelle von Sprach-, Übersetzungs- und Musikwissenschaft zu verorten. Dank ihrer Funktion als nationale Kulturträger sind Opernübersetzungen auch heute noch von großer Bedeutung.
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1 Einleitung

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1 Einleitung

Eine Übersetzung ist wie ein Fenster, das Einblick in neuartige, unbekannte Welten gewährt.

Schon immer fungierten Übersetzungen als Vermittlungsinstanzen zwischen den Kulturen. Literarische Übersetzungen fremdsprachiger Klassiker gingen in Deutschland schon früh in den Literaturkanon ein (vgl. Hoffmann 1925/26: 355). Librettoübersetzungen werden hingegen weit weniger gewürdigt.

Dabei ist ihre Geschichte beinahe so alt wie die Oper selbst. Als diese um 1600 in Italien ihre Geburtsstunde erlebte – dank dem Streben der Florentiner Camerata1 um Wiederbelebung der antiken griechischen Tragödie –, hätte niemand ahnen können, welch große Strahlkraft die neu geschaffene Kunstform bald entwickeln sollte.

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