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Emotionalität und Wertung im Diskurs

Eine kontrastive Analyse deutscher und polnischer Pressetexte zum EU-Beitritt Polens

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Dorota Miller

Die Autorin vergleicht anhand von Artikeln aus den Wochenzeitschriften DER SPIEGEL und POLITYKA von 2002 bis 2005 das emotionale Bewerten des EU-Beitritts Polens im deutschen und polnischen Mediendiskurs. Im ersten Teil werden Lexeme erfasst, die Akteure der EU-Osterweiterung benennen (Nominationen) und ihnen bestimmte Charakteristika zuschreiben (Prädikationen). Anschließend richtet sich das Hauptaugenmerk auf Argumentationsmuster, die Bewertungen widerspiegeln bzw. stützen, sowie auf ausgedrückte und thematisierte bzw. beschriebene Emotionen. Das Buch versteht sich als eine kontrastive diskurslinguistische Analyse, die durch eine Untersuchung der evaluativ-emotionalen Funktion der visuellen Textelemente ergänzt wird.
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III. Analytischer Teil

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III. Analytischer Teil

Das Ziel des vorliegenden Kapitels ist es, die einzelnen oben charakterisierten Analyseschritte, die im Falle eines jeden Diskurstextes getan werden sollen, an einem konkreten Beispiel zu illustrieren. Als Beispiel dient ein zum Zeitpunkt der EU-Osterweiterung publizierter Artikel aus der Wochenzeitschrift POLITYKA (18/2004) mit dem vielsagenden Titel „Ze Wschodu na Zachód” („Von Ost nach West“). Die darin manifestierten Emotionen und Bewertungen sind symptomatisch für den polnischen Subkorpus (vgl. Miller 2013b).

Neben neutraler Referenzen wie: EU, Unia (Europejska), Europa, Wspólnota Europejska, kraje członkowskie, świat Zachodu, Zachód, Polska, Polacy, „ten kraj”, kraje dawnego sowieckiego bloku, (oficjalne) wejście do Unii, rozszerzenie Unii o kraje dawnego sowieckiego bloku, przyłączenie się do Wspólnoty Europejskiej treten einige stark positiv gefärbte Bezugnahmen auf die EU und deren Erweiterung auf, die hier eine besondere Aufmerksamkeit verdienen: Der Beitritt zur Europäischen Union wird in Anknüpfung an Christi Himmelfahrt als Święto bzw. Dzień Eurowstąpienia (Bsp. 1–2) bezeichnet, was keine Zweifel in Bezug auf die zugrunde liegende positive Bewertung zulässt. Eindeutig positiv ist auch der Nominationsausdruck im Beispiel 3: zum einen dank dem Superlativ najlepiej in der Phrase najlepiej urządzony, zum anderen dank der ungewöhnlichen, kosmischen Optik. Auch im Falle der Bezeichnung klub (Bsp. 4) in Bezug auf die EU und der damit betonten Exklusivität der EU liegt eine positive Bewertung vor. ← 173 | 174 →

Abbildung 5: Ze Wschodu na Zachód (POLITYKA 18/2004).

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