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Deutsch im Kontakt und im Kontrast

Festschrift für Prof. Andrzej Kątny zum 65. Geburtstag

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Edited By Katarzyna Lukas and Izabela Olszewska

In dieser Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Andrzej Kątny knüpfen die Autorinnen und Autoren aus Polen, Deutschland, Österreich, Russland und der Ukraine an die Forschungsgebiete des Jubilars an. Die Themen der Aufsätze reichen daher von kontrastiver Grammatik (Deutsch-Polnisch-Englisch) über Wortbildung in kontrastiver Sicht, Lexikologie, Lexikographie, Phraseologie und Pragmalinguistik bis hin zu Sprach- und Kulturkontakten.
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Bedingungssätze und äquivalente Strukturen in deutsch-russischen Parallelkorpora (anhand des Rechenschaftsberichts des UNO-Generalsekretärs): Olga Kostrova

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Bedingungssätze und äquivalente Strukturen in deutsch-russischen Parallelkorpora (anhand des Rechenschaftsberichts des UNO-Generalsekretärs)

Olga Kostrova

Samara

Conditional clauses and equivalent structures in German and Russian parallel corps (by means of UNO general secretary’ report). – In the article the semantics and functions of conditional clauses and their equivalent structures in German and Russian political discourse are analyzed. These items are treated as relative means making the modality milder. The comparison shows that Russian discourse is more categorical: nearly half of German conditional clauses are changed in Russian into other structures. However, the reasons of such changes are not only pragmatic; it also depends on the variety of Russian syntax.

1. Problemstellung und Forschungsstand

Die Bedingungssätze stehen oft im Mittelpunkt der linguistischen Forschungen; die einschlägige Literatur ist geradezu unübersehbar, um in einem Artikel zitiert zu werden. Die Aufmerksamkeit gilt dabei im Wesentlichen der Struktur und Semantik der bedingenden Gefüge (vgl. GULYGA 1971; HERMODSSON 1978). Die Semantik wird aufschlussreich aus typologischer Perspektive behandelt (vgl. ZAEFFERER 1991; KOTIN 2013). ZAEFFERER (1991: 222) zeigt dabei, dass ‚Conditionals‘ modale Konzepte sind und dass ‚bedingen‘ „in einem hypothetischen Raum lokalisieren“ heißt. Er verallgemeinert die bedingende zu einer relativierenden Funktion, was, wie ich weiter zeige, gute Gründe hat. Manche Autoren (vgl. etwa SWEETSER 1990; KOTIN 2013) wenden sich der historischen Entwicklung der Bedingungssätze zu, woraus sie dann ihre Pragmatik ableiten (vgl. SWEETSER 1990).

Pragmatische Grundfunktion der Bedingungssätze...

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