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«Wenn jemand eine Reise tut …»

Die kontrastive Textologie am Beispiel der österreichischen und polnischen Tourismuswerbung

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Marta Smykała

Dieses Buch zielt darauf ab, die Textsorte Reiseprospekt kontrastiv (Polnisch–Deutsch) und möglichst ganzheitlich zu untersuchen. Der Untersuchung liegen repräsentative Prospekte der polnischen und österreichischen Tourismusorganisationen zugrunde, welche vor dem Hintergrund der kulturellen und wirtschaftspolitischen Bedingungen in beiden Ländern analysiert werden. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der funktionalen Analyse der Prospekte, deren Grundlage das Vier-Funktionen-Modell von C. Nord darstellt. Die ermittelten Unterschiede in Bezug auf die Textsortenkonventionen und Persuasionsmechanismen leisten einen theoretischen Beitrag zur Beschreibung der untersuchten Textsorte. Sie sind zugleich für Übersetzer von Reiseprospekten für die beiden touristischen Märkte von Relevanz.
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1. Einleitung

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Die vorliegende Arbeit schließt sich der zurzeit populären Strömung der Pragmatisierung der Linguistik insbesondere der Textlinguistik an, welche darin besteht, dass textlinguistische Analysen im Rahmen eines breiteren kulturellen Kontextes vorgenommen werden. Sie ist aber nicht entstanden, um sich der ­aktuellen Mode anzupassen, sondern sie gilt als ein Versuch, die Lücke, die zwischen den kontrastiv angelegten Studien im Bereich Polnisch-Deutsch klafft, zumindest etwas zu verringern. Dabei geht es hier vor allem um die textlinguistischen kontrastiven Untersuchungen. Im Bereich der kontrastiven Grammatik wird dieses Defizit seit mehreren Jahren immer geringer, wobei in diesem Kontext ein Werk exemplarisch genannt werden sollte, nämlich die Deutsch-polnische kontrastive Grammatik (1999) von Ulrich Engel et. al. Hervorzuheben ist insbesondere die Tatsache, dass das genannte Werk nicht etwa mit einzelnen Wortklassen beginnt, sondern mit dem Text und den Sprechakten. Im Anschluss werden verschiedene Textsorten beschrieben.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht also in der intra- und der interlingualen Untersuchung einer Textssorte – des Fremdenverkehrsprospekts, wobei die funktionale Textanalyse den Schwerpunkt der Untersuchung ausmacht. Es wird versucht aufzuzeigen, mit welchen sprachlichen Mitteln die einzelnen kommunikativen Funktionen in den analysierten Texten realisiert werden. Verglichen werden konkrete Textexemplare als Vertreter einer Textsorte. Auf der einen Seite sind es Texte aus den polnischen Fremdenverkehrsprospekten und auf der anderen Seite österreichische Texte, die ebenfalls aus Fremdenverkehrsprospekten stammen. Es wird der Versuch unternommen, die Textsorte Fremdenverkehrsprospekt funktional und kulturspezifisch zu charakterisieren.

Obwohl eine kritische Einstellung gegenüber Übersetzungen der genannten Texte...

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