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«Wenn jemand eine Reise tut …»

Die kontrastive Textologie am Beispiel der österreichischen und polnischen Tourismuswerbung

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Marta Smykała

Dieses Buch zielt darauf ab, die Textsorte Reiseprospekt kontrastiv (Polnisch–Deutsch) und möglichst ganzheitlich zu untersuchen. Der Untersuchung liegen repräsentative Prospekte der polnischen und österreichischen Tourismusorganisationen zugrunde, welche vor dem Hintergrund der kulturellen und wirtschaftspolitischen Bedingungen in beiden Ländern analysiert werden. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der funktionalen Analyse der Prospekte, deren Grundlage das Vier-Funktionen-Modell von C. Nord darstellt. Die ermittelten Unterschiede in Bezug auf die Textsortenkonventionen und Persuasionsmechanismen leisten einen theoretischen Beitrag zur Beschreibung der untersuchten Textsorte. Sie sind zugleich für Übersetzer von Reiseprospekten für die beiden touristischen Märkte von Relevanz.
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6. Brückenschlag: eine Fallstudie 2014

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6.1Allgemeine Anmerkungen zur gegenwärtigen Rolle des Tourismus in Polen

Die bisherigen Ausführungen stützten sich hauptsächlich auf die Ergebnisse meiner Analyse, die bereits 2006 abgeschlossen wurde. Diese Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Bewerbung polnischer Regionen sowie Polens selbst im Vergleich zu österreichischen Lösungen noch vielerlei Unzulänglichkeiten aufweist. Deswegen beschränke ich mich im Weiteren auf die im letzten Jahrzehnt geschehenen Entwicklungen in Polen, um zu hinterfragen, ob es „im Osten etwas Neues“ gibt. Von Interesse sind vor allem Veränderungen im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand, die sich im besagten Zeitraum vollzogen haben und ein merklicher Wandel sind. Eines kann vorweggenommen werden, dass dies ein Wandel hin zum Besseren ist.

Nach Angaben der Welttourismusorganisation (WTO)128 schadete die Weltkrise nicht dem Tourismus in Europa. Der Kontinent wird nach wie vor gern als Reiseziel ausgewählt (2013 gab es einen Zuwachs von 5% im Bereich des Incoming Tourismus, wobei die Ziele in Mittel- und Osteuropa besonders beliebt waren). Auch das polnische Ministerium für Sport und Tourismus schätzt, dass im Jahre 2013 ein Mehr von etwa 5-7% in diesem Bereich zu verzeichnen ist129.

Verändert hat sich ebenso das Bild, das man sich im Ausland von Polen macht, was die Polnische Tourismusorganisation auf ihre Werbe- und Informationsaktivitäten im Ausland und in Polen selbst zurückführt. Nach der POT werde Polen als ein Land wahrgenommen, in dem die Preise...

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