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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Oswald Külpes kritischer Realismus

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Im Jahre 1913 brachte das „Philosophische Jahrbuch“ aus der Feder des nunmehrigen Rektors der katholischen Universität Mailand eine zusammenfassende Darstellung des Gedankengehaltes des ersten Bandes von Oswald Külpes Realisierung, der im Jahre 1912 erschien.2 Seitdem ist Oswald Külpes, am 30. Dezember 1915 verstorben, ohne dass es ihm vergönnt gewesen wäre, sein großes Werk über die Realisierung, das August Messer „die weitaus systematischste, gewissenhafteste und scharfsinnigste Darstellung, Begründung und Verteidigung des erkenntnistheoretischen Realismus, die bis jetzt erschienen ist“ (im Vorwort zu Band II der Realisierung), nennen konnte, zum letzten Abschluss zu bringen und selbst herauszugeben. Seine letzte größere Publikation, die noch zu seinen Lebzeiten erschien, war die Kategorienlehre3, ein längerer Vortrag, den Külpe am 6. Februar 1915 in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hielt, und der nach Külpes eigenen Worten gedacht war als „eine Vorarbeit zum 3. Bande meiner „Realisierung“, der Möglichkeit einer Bestimmung realer Objekte dartun soll“ (op. cit., S. 3). Über diese hochbedeutsame Arbeit Külpes berichtete bereits im „Philosophischen Jahrbuch“ Professor M. Grabmann.4

Die Fortsetzung des Külpe‘schen Hauptwerkes, der Realisierung, die er selber nach den 4 Teilproblemen, die das Realisierungsproblem umfasst, auf vier Bände berechnet hatte, fand sich im Entwurf in seinem Nachlass vor. Das Realisierungsproblem bildete ja das Thema eines großen Vorlesungszyklus, den Külpe in den acht Wintersemester von 1901/02 bis 1908/09 an der Würzburger Universität gehalten hat. Diese Aufzeichnungen Külpes wurden...

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