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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited By Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Die Gestalt Christi im Spiegel der modernsten Psychologie

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In den „Veröffentlichungen des Forschungsinstitutes für vergleichende Religionsgeschichte an der Universität Leipzig“ (herausgegeben von Prof. Haas) erschien unlängst als Heft 2 der II. Reihe eine bedeutsame Schrift von F. Köhler Metaphysische Psychologie und ihre Beziehungen zur Religion (Verlag Eduard Pfeiffer, Leipzig 1926). Die zunächst sehr unscheinbar anmutende Schrift dürfte sowohl an sich wie als bezeichnendes Symptom der fortschreitenden Selbstbesinnung der zeitgenössischen Wissenschaft eine besondere Beachtung verdienen. Gleich zu Eingang seiner Schrift, wo er Wesen und Aufgabe der metaphysischen Psychologie umreißt, stellt Köhler mit deutlicher Wendung gegen die maßlos überschätzte Experimentalpsychologie als Forderung auf, zu untersuchen, „inwiefern sich das Seelische der Analyse nach Maßgabe des Menschlich-Natürlichen, des Mechanischen, des Logisch-Berechenbaren entzieht, gewissermaßen den greifbaren Charakter verliert und uns wie ein aus anderen Welten in unsere irdische Welt sich herablassendes Element, ein Etwas von außerirdischer Wesenheit erscheint“. So radikale Formulierungen, die hier (das ist das Merkwürdige) aus der modernsten Psychologie, die sich endlich der Grenzen ihrer bisherigen für absolut gehaltenen Methoden bewusst wird, erwachsen, hatte die Scholastik nicht einmal gewagt; eine metaphysische Psychologie hat es freilich auch für die christliche Philosophie stets gegeben, und sie hat an ihr auch in den Tagen der Maienblüte der Assoziationspsychologie und all der seelenlosen Seelenlehren bis herab in unsere Tage festgehalten. Das Interessante ist, dass heute die metaphysischen Hintergründe der Psychologie – falls man diesen Ausdruck hier überhaupt gebrauchen darf, denn die Metaphysik...

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