Show Less
Restricted access

Die «prozessuale Tat» nach deutschem Recht und der «angeklagte Akt» nach thailändischem Recht

Series:

Kanpirom Komalarajun

Das Problem des Tatbegriffs findet bis jetzt keine optimale Lösung. Dies liegt nicht daran, dass keine dementsprechende Theorie besteht, sondern daran, dass eine einzige Theorie nicht in der Lage dazu ist, das Phänomen zu beschreiben. Um hier genauer differenzieren zu können, ist es nötig, zwei Problemgruppen des Tat- bzw. Aktbegriffs streng voneinander zu unterscheiden: Tatausweitung und Tatersetzung. Sie sind unterschiedlicher Natur und benötigen zwei unterschiedliche Lösungswege. Die erste Problemgruppe betrifft die Frage, wie groß der Geschehensabschnitt ist, der unter den Begriff einer Tat beziehungsweise eines angeklagten Akts im prozessualen Sinne fällt, und ob die Strafsache noch im selben Bereich liegt. Die zweite Problemgruppe betrifft die Frage, ob der in der Anklage formulierte Vorwurf durch einen anderen ersetzt werden soll, und deshalb der ursprüngliche Vorwurf wegfällt.
Show Summary Details
Restricted access

Dritter Teil: Meinungen zum angeklagten Akt nach thailändischem Recht

Extract



Kapitel F. Inhalt des angeklagten Akts nach thailändischem Recht

In diesem Kapitel werden Entscheidungen der Rspr. in Thailand dargestellt, mit dem Zweck, ihre Auffassungslinie bezüglich des angeklagten Akts aufzuzeigen. Daneben werden die Auffassungen der Lit. diskutiert.

I.Allgemeine Auffassungslinie der Rspr.

Die allgemeine Auffassungslinie der Rspr. geht auf die Vorschriften zurück, bei denen vom angeklagten Akt die Rede sein könnte, nämlich §§ 192 und 39 (4) TStPO.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.