Show Less
Restricted access

Mitarbeiterbindung im Einflussfeld gesellschaftlicher Modernisierung in Mittel- und Osteuropa

Eine Analyse am Beispiel der Automobilzulieferindustrie in Rumänien

Series:

Malte Krill

Beim Aufbau von Standorten in internationalen Wachstumsregionen hat sich immer wieder eine Herausforderung für Unternehmen als zentral herausgestellt: die Bindung trainierter und motivierter Mitarbeiter bei gleichzeitiger Wahrung von Kostenprämissen und Lohngerechtigkeit. Um diesem Dilemma zu entgehen, entwickelt der Autor ein umfassendes Erklärungs- und Gestaltungsmodell zur Mitarbeiterbindung als Erfolgsfaktor beim Standortaufbau. Dabei werden neben den interkulturellen Anforderungen auch die Bedürfnisse gesellschaftlicher Modernisierung integriert sowie Kostenauswirkungen beleuchtet. Konkrete Gestaltungsempfehlungen – unter anderem basierend auf einer Befragung von Firmen in Rumänien – ermöglichen es Unternehmen, sich sowohl strategische als auch operative Wettbewerbsvorteile in dynamischen Wachstumsmärkten zu sichern.
Show Summary Details
Restricted access

5 Ergebnis

← 252 | 253 → 5 Ergebnis

Extract

Die Untersuchung hat gezeigt, dass Rumänien hinsichtlich der Entwicklung der dort eingesetzten Mitarbeiterbindungsinstrumente nicht uneingeschränkt mit den Ländern Westeuropas gleichgesetzt werden kann. Hintergrund für die Entwicklung der eingesetzten Mitarbeiterbindungsinstrumente bilden jeweils die zugrunde liegenden Werte und Bedürfnisse der Mitarbeiter. Erst die kongruente Adressierung der bei den Menschen vorherrschen Werte und Bedürfnisse in den Mitarbeiterbindungsinstrumenten und Meta-Bindungsstrategien führt zu einem Bindungserfolg. Während sich diese Werte und Bedürfnisse beispielsweise in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg sukzessive entwickeln konnten und das Land einen umfassenden, andauernden wirtschaftlichen Aufschwung durchlebte, konnte eine solch ungehemmte Entwicklung in Rumänien als Teil des überwiegend abgeschotteten, kommunistischen Ostblocks nicht ablaufen. Rumänien wurde mit der Wende der frühen 1990er Jahre schlagartig mit den Möglichkeiten eines freien Marktes mit Massenkonsum konfrontiert. Eine sukzessive Einführung und Gewöhnung konnte nur bedingt stattfinden. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Werte und Bedürfnisse.

In Deutschland wurden zunächst die grundlegenden Bedürfnisse befriedigt.903 Diese Bedürfnisse waren primär monetärer Art oder erforderten den Zugang zu monetären Ressourcen. Deren Befriedigung führte analog der Maslowschen Bedürfnishierarchie sukzessive zum Wunsch nach Befriedigung höherer Bedürfnisse, die tendenziell mit nicht-monetären Werten in Einklang stehen.904 Charakteristisch sind hier die Abfolge und der Aufbau der Bedürfnisse und Werte aufeinander.905

Die politische und wirtschaftliche Wende hingegen führte in Rumänien einerseits schlagartig zu einem Bedeutungszuwachs monetärer Werte und Bedürfnisse. Hintergrund...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.