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Die strafprozessuale Hauptverhandlung zwischen inquisitorischem und adversatorischem Modell

Eine rechtsvergleichende Analyse am Beispiel des deutschen und des zentralasiatischen Strafprozessrechts

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Friedrich-Christian Schroeder and Manuchehr Kudratov

Dieser Band enthält die Beiträge und Diskussionspapiere, die im Rahmen des Forschungsprojekts Die Entwicklung des Strafprozesses in den Staaten Zentralasiens auf den Konferenzen in Almaty/Kasachstan im Jahr 2011 und Regensburg im Jahr 2012 gehalten wurden. Dargestellt werden darin die Ergebnisse des Forschungsprojekts, das von der Volkswagen Stiftung finanziert und vom Institut für Ostrecht München/Regensburg durchgeführt wird. Ziel des Forschungsprojekts ist eine systematische Erforschung und rechtliche Analyse der Entwicklung des Strafprozesses in den Staaten Zentralasiens vor dem Hintergrund der Reform der Strafjustiz und der Transformation des Strafprozesses vom inquisitorischen zum adversatorischen Verfahren. Der Band richtet sich an alle, die sich für die Rechtsentwicklung in den Ländern Zentralasiens und für die Rechtsvergleichung im Strafprozessrecht interessieren. Er knüpft an den Band «Das strafprozessuale Vorverfahren in Zentralasien zwischen inquisitorischem und adversatorischem Modell» (2012) an.
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Gerichtsverhandlung aufgrund des Geständnisses des Beschuldigten am Beispiel zentralasiatischer Staaten

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Kayrat Osmonaliev

Die zentralasiatischen Länder – darunter verstehen wir fünf postsowjetische Staaten: Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan – haben ihre Unabhängigkeit ungefähr gleichzeitig (Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts) errungen. Zu jener Zeit wies das Strafprozessrecht dieser Staaten – wie auch das ganze Rechtssystem − keine wesentlichen Unterschiede auf, denn im Grundsatz entsprach es den Anforderungen und dem Wesen des Sowjetstaates.

Usbekistan war einer der ersten Staaten in Zentralasien, der das nationale Strafprozessrecht modifiziert hat: im Jahre 1994 wurde das Strafprozessgesetzbuch der Usbekischen SSR außer Kraft gesetzt. 1997 wurden in Kirgisien und Kasachstan die neuen Strafprozessgesetzbücher erlassen, während Tadschikistan und Turkmenistan die Strafprozessgesetzbücher aus der Sowjetzeit weiterhin verwendeten. Von Zeit zu Zeit wurden da Änderungen vorgenommen, die auf die Beseitigung offensichtlicher Anachronismen und Einführung strafprozessrechtlicher Novellen abgestellt waren. Vor nicht allzu langer Zeit (2009) wurden in Tadschikistan und Turkmenistan die Ergebnisse der durchgeführten Reformen durch Annahme der neuen Strafprozessgesetzbücher festgehalten. Es ist zu vermerken, dass die Reformen des Strafprozessrechtes in den Staaten Zentralasiens verschiedentlich unter dem Einfluss russischer Strafprozessrechtler sowie westlicher Juristen standen.

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