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Materialität(en) des Kultur- und Wissenstransfers in prä- und transnationalen Kontexten

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Edited By Michael Gissenwehrer and Katharina Keim

Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Frage nach den materiellen Bedingungen der Entstehung und Übermittlung kulturwissenschaftlicher Praktiken und zentraler fachspezifischer Konzepte bzw. Denkstile vor dem Hintergrund der Buchkultur und deren Übergang zur digitalen Epoche. In überwiegend diachroner Perspektive werden Transfer und Bedeutungswandel von Kulturgütern und Narrationen in Zeit und Raum durch Analyse der Materialität der jeweiligen Medienpraxis untersucht. Das zeitliche Spektrum umfasst dabei epochale Umbrüche im gesamteuropäischen Umfeld um 1700, im deutschen Kontext der Sattelzeit sowie transnationale kulturelle Inszenierungspraktiken der Gegenwart, letztere mit einem Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kultur Chinas.
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Theaterhäuser und ihre mediale Distribution. Anmerkungen zur Online-Kommunikation von Theaterhäusern am Beispiel der Bayerischen Staatsoper

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Theaterhäuser zeigen immer mehr Präsenz im Netz. Zur seit langem obligatorischen Homepage treten Blogs und YouTube-Kanäle. Es wird getwittert und auf Facebook zeigt man Gesicht. Und auch wenn die Online-Kommunikation nur einige Distributionswege von Theaterhäusern unter vielfältigen – von der Theateraufführung über Programm- oder Spielzeithefte bis hin zu TV-Übertragungen – umfasst, so ist es dieses sehr junge Phänomen,1 das in zunehmendem Maße das Image von Theaterhäusern bestimmt.

Theaterhäuser und ihre mediale Distribution – dieser Titel lässt sich in zwei Weisen verstehen: In einer ersten Lesart wird das Theaterhaus als Urheber einer medialen Distribution ausgewiesen. In einer zweiten Lesart sind es die Theaterhäuser selbst, die eine Distribution erfahren, sich aufsplitten und verteilen. Das Theaterhaus wäre dann als medial-distribuierte Entität zu begreifen. Beiden Lesarten versucht dieser Artikel Rechnung zu tragen, von der einen zur anderen übergehend – von der Distribution durch das Theaterhaus zur Distribution des Theaterhauses selbst. Auf der Grundlage einer Soziologie der Vernetzung wird eine Beschreibungsperspektive eingenommen, die es erlaubt, die Repräsentanten des Theaterhauses im Netz als Delegationen und Teile des Theaterhauses zu bestimmen, die eine eigene Performanz zeigen und gemeinsam mit Usern die Grenzen des Theaterhauses beständig neu verhandeln. ← 219 | 220 →

I.Die Online-Kommunikation der Bayerischen Staatsoper

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