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Biografische Studie zur Person und zum Werk Friedrich Fröbels

Detlef Krone

Dieses Buch ist eine kritische Würdigung des pädagogischen Konzeptes und Schaffens Friedrich Fröbels. Ausgehend von einer Auswertung einer Vielzahl seiner Briefe wird ein mehrperspektivischer Blick auf seine Person und auf Aspekte seiner Erziehungspraxis vorgenommen. Es werden exemplarische Betrachtungen von Fröbels Ausführungen erstmalig mithilfe von textanalytischen Verfahren (Wortformen, Wortverwendungen) durchgeführt. Der Autor erreicht dadurch einen vertieften Einblick in Fröbels Zugang zur Weltwahrnehmung.
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4. Schwierigkeiten mit Fröbel-Texten

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4.    Schwierigkeiten mit Fröbel-Texten

Wenn hier von Fröbel-Briefen die Rede ist, dann sind über 1.270 Briefe gemeint. Worum geht es in den Briefen? Zum einen sind es Berichte aus dem Alltäglichen: Reisebeschreibungen, wer wen wann besucht hat, Informationen über Erkrankungen, alltägliche Mitteilungen, z.B. über postalische Sendungen, Weitergabe von Grüßen etc. pp. Zum anderen ist er im Gespräch über Leitlinien und Grundsätze einer ‚richtigen’ Bildungsarbeit für Schüler bzw. Kleinkinder.

Immer wenn ich mich mit diesen eher theoretisierenden Briefen von Fröbel beschäftige und mehr als ein paar Seiten gelesen habe, kann ich mit meiner eigenen Aufmerksamkeit und Lesebereitschaft in einen ungewohnten Schwebezustand fallen. Selten bin ich einem Autor begegnet, der Alltägliches, Theoretisches, Banales, Merkwürdiges, Selbstoffenbarungen, Einfühlsames, Unsinniges und Ansprachen in einer in sich selbst verdrehten Ausdrucksweise derart langatmig mitteilt. Dies hat zur Folge, dass man als Leser ganz unmerklich in einen Spannungszustand überführt wird, der nach Ordnung der überbordenden Fülle von Einzelheiten und variierenden Wiederholungen giert, um endlich eine ganze Gestalt des Verständnisses zu erhalten, sodass der Leser wieder aus dem nebligen Schwebezustand herausfinden und den festen Boden des eigenen Verstehens erlangen kann. Gerade deswegen stürzt sich der an sich selbst und seinem Unverständnis zweifelnde Leser auf jeden Halbsatz, der verständlich ist, auf jeden Absatz, der einen zusammenhängenden Gedanken aufweist – egal von welcher Güte. Das leichte Nachvollziehen von theoretisierenden Formulierungen wird zum Zufallstreffer.

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