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Schulgeschichte in Deutschland

Von den Anfängen bis in die Gegenwart- 2., aktualisierte und erweiterte Auflage

Gert Geißler

Der Autor legt eine Gesamtdarstellung zur deutschen Schulgeschichte vor. Mit der Behandlung wichtiger gesellschaftlicher Bezugsfelder der Schule rückt er Erziehungs- und Sozialisationsverhältnisse in den Blick. In der unmittelbar institutionsgeschichtlichen Dimension macht er vor allem Entwicklungen in Recht und Verwaltung der Schule, in der Schulerziehung, in den Unterrichtsfächern und im Leistungsverständnis sichtbar. Gleichermaßen dargestellt finden sich Schulalltag, Schulbau und die Schulstrukturverhältnisse. In die Betrachtung einbezogen sind außer der Pflichtschule auch die beruflichen Schulen, ebenso die Einrichtungen im Bereich der frühkindlichen Erziehung, der Sozialerziehung und der Lehrerbildung. Die Schulpolitik wird mit Blick auf das Agieren des Gesamtstaates, der einzelnen Länder, der Kirchen, von Parteien und Verbänden verdeutlicht. Es werden Bezüge zur internationalen Schulentwicklung hergestellt. Zahlreiche kommentierte Bilddokumente veranschaulichen die einzelnen Sachverhalte.
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8.2 Schulreform und Erziehungsverhältnisse in der DDR

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Akteure im politischen Machtfeld

Schulpolitische Ziele

Nach Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Oktober 1949 können die seit 1948/49 im Bildungswesen1 mehrfach vertagten Entscheidungen und Verordnungsprojekte zielsicherer vorangebracht werden. Nachdem die Verfassung der DDR2 vom 7. Oktober 1949 – am 21. Februar 1990 wird die CDU in der Volkskammer der DDR den Antrag einbringen, diese Verfassung wieder in Kraft zu setzen – in den Artikeln 35 bis 48 die Substanz des Schulgesetzes aufgenommen, eine allgemeine Schulgeldfreiheit und an der Pflichtschule die Unentgeltlichkeit der Lernmittel hinzugesetzt, nun auch geboten hatte, »Kindern, die durch soziale Verhältnisse benachteiligt sind, besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden«, kündigt das Regierungsprogramm an, vornehmste Aufgabe werde es sein, die ›demokratische Schulreform‹ fortzusetzen. Man werde die ›geistigen Grundlagen‹ der Schulreform weiter klären, die Qualität der Lehrerbildung verbessern, die der Schulen heben, noch entschiedener den Kindern des werktätigen Volkes den Weg zur Bildung freimachen, die Rückständigkeit der Landschule überwinden und die Neugestaltung des Berufsschulwesens weiterführen.3

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