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Die aktienrechtliche Zulässigkeit variabler Vorstandsvergütungen mittels vertikaler Aktienoptionen im faktischen Aktienkonzern

Unter Berücksichtigung des VorstAG

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Patrick Müller

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwieweit die Vorstandsvergütung innerhalb einer faktisch abhängigen AG an der wirtschaftlichen Entwicklung der Muttergesellschaft ausgerichtet werden kann. Hierzu wird zunächst ein Überblick über die verschiedenen praxisrelevanten Vergütungsmodelle verschafft. Anschließend wird das Spannungsverhältnis zwischen den Regelungen und Wertungen des allgemeinen Gesellschaftsrechts auf der einen Seite und den spezifischen Regelungen und Wertungen des Aktienkonzernrechts auf der anderen Seite aufgezeigt. Es wird sodann der Versuch unternommen, diesen sich hieraus ergebenden Normenkonflikt praxistauglich aufzulösen.
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2. Teil: Zulässigkeit vertikaler Aktienoptionsprogramme

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Ist die Ausgabe von Optionen auf Aktien einer unabhängigen Aktiengesellschaft an Mitglieder des Vorstands grundsätzlich zulässig und technisch auf verschiedene Art und Weise durchführbar, so kann dieser Befund nicht ohne Weiteres auf die Konzernsituation übertragen werden. Denn durch die Ausgabe von Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der Tochtergesellschaft wird kein Gleichlauf mit den Interessen der Aktionärsgesamtheit, als vielmehr nur mit den Interessen der Muttergesellschaft hergestellt. Der klassische Interessenkonflikt zwischen dem Vorstand und den Aktionären, welcher gemäß den ökonomischen Theorien variabler Vergütungsmodelle durch die Ausgabe der Aktienoptionen aufgehoben werden soll, wird in einer solchen Situation durch einen konzernspezifischen Interessenkonflikt zwischen dem faktisch beherrschenden Aktionär und den sonstigen Aktionären verdrängt.192

Bei der Frage der Zulässigkeit einer Anbindung der Vorstandsvergütung der Tochtergesellschaft an die Kursentwicklung der Muttergesellschaft geht es daher im Kern um die Frage, inwieweit das geltende Aktien- und Konzernrecht eine solche Verschärfung dieser, als Konzernkonflikt bezeichneten, Gefahrenlage zulässt.193

1. Kapitel: Meinungsstand in Literatur und Rechtsprechung

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